Freitag, 8. Juli 2016

9. Spieltag der German Lasertag League am 26.06.2016 in Köln



Am Sonntag, den 26.06.2016 war es wieder soweit. Diesmal trafen sich 16 Mannschaften der German Lasertag League in der der Arena von LasertagKöln, um den 9. Ligaspieltag auszutragen. Die Bewirtung mit Kaffe, Kuchen und belegten Brötchen übernahmen mit viel Elan die Most Wanted Targets. Der das Turnier begleitende Stream bei Twitch.tv wurde von Thorsten und Patrick mit Unterstützung verschiedener Teamspieler moderiert. Aki Hanstein hatte in gewohnt souveräner Manier die Turnierleitung. Sein Schiedsrichterteam sorgte für die Einhaltung der Regeln und einen reibungslosen Ablauf des Turnierbetriebs.

Gespielt wurde in der 600 Quadratmeter großen Arena von Lasertag Köln. Diese hatte einen rechteckigen Grundriss mit Basen in den gegenüberliegenden Ecken. Mittig, quer verlaufend waren mehrere Hindernisse zu einer großen Barriere zusammengeschoben, an deren Längsseiten sich jeweils ein Laufgang bildete. Dazu kamen weitere in der Halle verteilte Hindernisse, welche verschiedene Laufwege und Verteidigungspositionen zuließen. Die Kameras für den Stream waren in der Hallenmitte aufgehängt und deckten alle vier Ecken ab. Weitere hallenspezifische Besonderheiten, wie ein gesondertes Labyrinth, Erhebungen oder Snapperwälder gab es diesmal nicht. Die Aufstellung in der Halle begünstigte schnelle, offensive und laufstarke Teams, ließ aber auch defensive Schachzüge zu. Dies forderte in der taktischen Ausrichtung eine gewisse Dynamik.

Auf Grund der Festivalsaison und der Prüfungsphase in Schule und Studium traten nicht alle Mannschaften an, nicht jeder Team kam in Bestbesetzung. Festivalcharakter hatte das Turnier an sich ebenfalls. Durch die vielen Turniere in der Saison kennen sich viele Tagger mittlerweile und Freundschaften haben sich gebildet, die an diesem Tag wieder besonders intensiv gepflegt wurden. Sitzgruppen, Team-Pavillions und Musik aus Lautsprechern prägten das Bild auf dem Parkplatz vor der Arena. Es war wie ein großes Familientreffen. Hoffentlich ergeben sich wieder solche Gelegenheiten, wenn die Liga in der nächsten Saison gespalten wird.

Die Punkte in diesem Bericht wurden von Challonge übernommen und stimmen eventuell nicht immer mit dem Stream überein

Aki Hanstein begrüßte die Tagger zu Beginn des Spieltages und wies alle in die neue Zonenregel ein. Diese besagt, dass die Arena in mehrere Zonen unterteilt war. Nach einer Markierung hat sich der entsprechende Spieler zwei Zonenlinien in Richtung der eigenen Base zurückzuziehen. Die erste Spielrunde wurde noch genutzt, um die Teams vorsichtig in diese neue Regel einzuweisen. Ab dem zweiten Durchgang wurden in gewohnter Weise Strafpunkte für fehlerhaftes Zurückziehen vergeben.

Anschließend erfolgte die Auslosung der Gruppenphase.


Gruppe A

Ray Tracers – Ghost – Kölner Täagger - Randoms

Die Ray Tracers hofften, in Köln an ihre guten Leistung in der Heimat anknüpfen zu können. Zwar klatterte man mit der neuen Neun-Team-Grenze auf einen ersten Ligaplatz, doch nur mit Teilnahmepunkten ist dieser Platz sehr fragil. Die Ghosts haben das Turnier in Darmstadt gerockt und wussten, dass die Kölner Arena ihrem Stil entgegen kommt. Ein weiterer Sieg könnte zum Ende der Saison hin den ersten Platz der GLL-Tabelle in erreichbare Nähe rücken. Die Kölner Täagger hatten zu Hause nichts zu verlieren, waren die übrigen Mannschaften in der Tabelle deutlich über ihnen angesiedelt. Als Underdog konnten sie in dieser Konstellation nur positiv überraschen. Die Randoms waren mal wieder in neuer Besetzung in die Domstadt am Rhein gereist, was sie zwar wieder unberechenbar machte, allerdings auch die Chancen auf eine gute Turnierleistung schmälerte.

Im ersten Spiel trafen die Ray Tracers auf die Randoms. In Hannover hatten die Darmstädter ihr Duell gegen die Mainfranken gewonnen. So waren sie zuversichtlich, dass sie diesen Erfolg wiederholen können. Gleich in der ersten Hälfte trugen sie das Spiel tief in die grüne Hälfte der Unterfranken hinein. Illuminator mit 75 und Spawncamper mit 80 Punkten übten starken Druck aus und brachten die Abwehr der Kontrahenten in Bedrängnis. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff war die Führung der von einem offensiven Spiel geprägten Truppe um Mitchconnor zusammengeschmolzen. Auf der grünen Seite konnten die Rays ihre Offensivstärken nicht mehr ausspielen und mussten sich immer weiter zurückziehen. Sie fanden keine Mittel mehr gegen die Würzburger, die von allen Seiten auf sie einstürmten, und mussten sich am Ende geschlagen geben.
Im zweiten Spiel ging es gegen das zweite Kölner Hausteam, den Kölsche Täaggern. Der Beginn war rasant und beide Mannschaften stürmten entschlossen nach vorne. Von Anfang an trieb es die Rays nach vorne und so gingen sie mit einem komfortablen 334 zu -8 – Vorsprung in die Pause. Der Teamcaptain Mitchconnor und Illuminator hatten 84 bzw. 82 Punkte. Aber erneut brachen die Darmstädter in der zweiten Hälfte ein und überließen ihren Gegnern das Feld. Die Täagger zogen in letzter Minute noch an ihnen vorbei und entschieden das Spiel für sich. Den Rays blieb die zweite Niederlage im zweiten Spiel.
Das letzte Match ging gegen die Stadtkollegen aus Darmstadt, den Ghosts. Doch was ein spannendes Darmstadt-Derby hätte werden können, wurde für die Rays zum Albtraum. Sie fanden nie richtig ins Spiel. Man merkte ihnen an, dass sich die Motivation nach zwei verlorenen Spielen in Embryonalstellung am Boden krümmte. Dementsprechend deutlich war dann auch das Ergebnis. Als erstes Team des Turniers traten die Rays folgerichtig die Heimreise an.

Mit einem Neustart kamen die Kölsche Täagger in ihr Turnier gegen drückende Ghosts. Nachdem die erste Hälfte des zweiten Gruppenspiels wiederholt werden musste, schafften die Favoriten aus Hessen von Anfang klare Verhältnisse und schnürten die Hausherren in ihrer eigenen Hälfte ein. Dem permanenten Druck waren die Kölner kaum gewachsen und kassierten eine deutliche Niederlage. Das war kein guter Einstand in ein Turnier, bei dem man sich vor den übrigen Mannschaften beweisen wollte.
Genauso ging es gegen die Ray Tracers weiter. Bis man sich versah, war das zweite Darmstädter Team über die Kölner hergefallen und hatte die erste Hälfte mit einem deutlichen Vorsprung für sich entschieden. Doch die Kölner pushten sich in der Halbzeitpause ordentlich auf und drehten das Spiel vollkommen. Punkt für Punkt kämpften sie sich mit viel Leidenschaft zurück und konnten einen 349 – Punkterückstand aufholen. Nach zweimal sechs Minuten war das Spiel tatsächlich knapp gewonnen.
Im letzten Spiel gegen die Randoms ging es für die Kölner sogar um den Einzug in das Viertelfinale. Sie hatten nichts zu verlieren und kannten ihre Halle. Dementsprechend forsch gingen sie zu Werke und stürmten nach vorne. Die erste Halbzeit hatten sie gut im Griff und erst beim Westenwechsel konnten die Randoms zum 204 zu 204 ausgleichen. Der Beginn der zweiten Hälfte verlief wieder zu Gunsten der Kölner, bis die Randoms ihre Taktik umstellten und gewaltig über die Flügel kamen. Den Kölnern gelang nun nicht mehr viel. Ein guter dritter Platz mit einem Sieg und einer starken Halbzeit stand am Ende auf der Habenseite. Das konnte sich sehen lassen.

Die Randoms trafen in ihrem ersten Spiel auf die Ray Tracers und mussten sich in der neuen Halle erst einmal orientieren. Die Trainingseinheit um 23.30 Uhr am Vortag hatte noch nicht alle Spots und taktischen Laufwege offenbaren können. Die innere Ordnung musste erst noch gefunden und ein Gefühl für diese besondere Halle entwickelt werden. Während die Würzburger noch damit beschäftigt waren, sich zurecht zu finden, erwischten die Darmstädter indes einen deutlich besseren Start und gingen dementsprechend in Führung. Die Abstimmung zwischen den Würzburger Spielern klappte noch nicht wirklich, so dass immer wieder Runner durchschlüpfen und punkten konnten. Erst gegen Ende der ersten Hälfte standen die Randoms stabil und fanden ihre Positionen. In die Halbzeitpause führten sie knapp mit 238 zu 190. Auf der grünen Seite dann hatten die Würzburger ihr gewohntes Spiel gefunden. Die Abwehr stand stabil und fand Markierungslinien, um schon in der gegnerischen Hälfte das Aufbauspiel der Rays zu blocken, die Offensive punktete auf den verschiedenen Positionen. Mit einem klaren Sieg war das wichtige Auftaktspiel gewonnen.
Im zweiten Spiel ging es gegen die Ghosts. In der ersten Hälfte war das Spiel mit leichten Vorteilen für die Darmstädter ausgeglichen. Es kam immer wieder zu den Duellen zwischen den Offensiv- und Defensivreihen beider Mannschaften. Individuelle Fehler machten am Ende den kleinen Unterschied. Nach dem Seitenwechsel brachen die Würzburger etwas ein und ließen die Ghosts davonziehen. Diese spielten sich einen guten Vorsprung heraus, der trotz einer fulminanten Aufholjagd am Ende ungefährdet blieb. Ein temporeiches, spannendes und immer faires Spiel hatte mit den Ghosts einen verdienten Sieger gefunden.
Unterschätze keine Mannschaft, ist eine der obersten Leitsätze der German Lasertag League. Die Randoms hatten die Kölsche Täagger nicht unterschätzt, aber überrascht wurden sie von den angriffsschnellen Spielern trotzdem. In der ersten Hälfte sah es lange nach einer kleinen Sensation aus, dass der Newcomer den Viertplatzierten der GLL aus dem Turnier werfen könnte. Doch gerade Nina stemmte sich mit 106 Punkten dagegen und machte die Hoffnungen der Kölner zunichte. In der zweiten Hälfte lag das Augenmerk der Kölner darauf, den Teamcaptain der Würzburger aus dem Spiel zu nehmen. Doch mit Schorschi (165 Punkte) und Stefan (106 Punkte) schnappte die famose Flügelzange zu. Hinten machten Markus, Jasmin und Rene dicht und verhinderten die gefährlichen Sturmläufe. Mit zwei Siegen zogen die Würzburger in das Viertelfinale ein und bewiesen erneut, dass es ein Fehler ist, die Mannschaft nur auf Jonas zu reduzieren.

Erneut spielten die Ghosts in einer Arena, die genau für sie zugeschnitten schien. Mit ihren kreisenden Laufbewegungen um die Mittellinien kamen sie immer wieder schnell auf unterschiedlichen Wegen in den Rücken ihrer Gegner. Im Auftaktmatch stürmten sie sofort nach dem Start tief in die Hälfte der Kölner Täagger und wirbelten deren Verteidigung böse durcheinander. Es schien, dass gegen Robin kein Kraut gewachsen war. Er dominierte die erste Hälfte mit 152 Punkten. Auch in der zweiten Hälfte gönnten sich die Darmstädter keine Pause und zerlegten Schritt für Schritt das Kölner Team.
Gegen die befreundeten Würzburger Randoms versprachen sich die Ghosts den zweiten Sieg. In einem laufintensiven Spiel konnten die Ghosts in beiden Halbzeiten punkten. Die stärkste Phase hatten sie zu Beginn der zweiten Halbzeit, in der sie einen deutlichen Vorsprung herausspielten. Als die Würzburger ihre Offensivstärken zurückfanden, verteidigten die Darmstädter geschickt und konnten im zweiten Spiel den zweiten Sieg einfahren.
Auch den Ray Tracers aus der Heimat zeigten die Ghosts, wer der heißblütigste Hengst im Darmstädter Gestüt ist. Im Derby zeigte das Team um Robin und Johnny keine Gnade und rasierte Mitchconnors Team mit einem satten 944 zu 0. Mit so einer Gruppenphase kann man beruhigt in die KO-Runde einziehen!


Spiel 1: Ray Tracers : Randoms – 351 : 519
Spiel 2: Ghost : Kölsche Täagger – 741 : 29
Spiel 3: Kölsche Täagger : Ray Tracers – 544 : 375
Spiel 4: Ghost : Randoms – 440 : 328
Spiel 5: Ray Tracers : Ghost – 0 : 944
Spiel 6: Kösche Täaggers : Randoms – 293 : 591

1. Platz : Ghost – 3 Siege – Score: 2125
2. Platz : Randoms – 2 Siege – Score: 1438
3. Platz : Kösche Täagger – 1 Sieg – Score: 866
4. Platz : Ray Tracers – 0 Siege – Score: 726


Gruppe B

Shadows – Beamforce One – The Tag Tigers - Stigmata

Die Shadows freuten sich auf das Turnier in Köln. Die Arena kam ihrem Offensivstil entgegen. Nach der unrühmlichen Gruppenphase in Darmstadt wollte das Team um Ironman zeigen, dass sie zu Recht auf dem sechsten Platz der GLL-Tabelle stehen. Auch Beamforce One brannten darauf, eine gute Leistung zu zeigen. Das Team aus Rosenheim hatte in letzter Zeit eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt. In der Heimathalle hatte man den anderen Mannschaften mit einem verdienten zweiten Platz gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist – und auf dieser Welle wollte Beamforce One in den nächsten Turnieren weiterreiten. Die Tag Tigers hatten in Darmstadt einen ordentlichen Einstand gegeben und freuten sich auf die kommenden Begegnungen. Stigmata hatte mit den Shadows und Beamforce One zwei adäquate Gegner, die auf einen möglichen Viertelfinaleinzug hoffen ließen. Es war also viel Potenzial in Gruppe B.

Die Tag Tigers aus Mainz begannen gegen Beamforce One und erlangten gleich die Kontrolle über die Halle. Bis zur letzten Minute der ersten Hälfte konnten sie die Rosenheimer in deren Hälfte halten und die Stellungsspiele an der Mittellinie für sich gewinnen. Zum Ende hin wurde der Druck von Beamforce immer größer und der erspielte Vorsprung war dahin. In der zweiten Halbzeit mussten die Mainzer der Erfahrung ihrer Gegner Tribut zollen und wurden tief in die eigene Hälfte gedrängt. Der Sieg in Hanau gegen das erfahrene Team konnte nicht wiederholt werden. Am Ende blieb nur eine Niederlage.
Eine derbe Niederlage gab es gegen stark aufspielende Shadows. Wurden die Mainzer in der ersten Hälfte noch völlig überrannt, rappelten sie sich in der zweiten Hälfte auf. Doch das reichte nicht, um gegen die Aschaffenburger etwas auszurichten. So blieb am Ende eine deutliche Niederlage.
Noch einmal richtig spannend wurde es im Abschlussspiel gegen die etablierten Spieler von Stigmata. Ein munteres Wechselspiel an der  Mittellinie prägte das Geschehen. Delacroux legte in der ersten Hälfte mit 71 Punkte ordentlich vor. In der zweiten Hälfte ragte Bashnjix mit 65 Punkten heraus. Fast hätte es zu einem Sieg gereicht. Leider blieben nur drei Niederlagen.

Manchmal fragt man sich, was da wohl passiert ist, wenn man aus einer Halbzeit herausgeht, die dermaßen in die Hosen gegangen ist. Nach zuletzt ordentlichen Turnierleistungen musste Stigmata im ersten Spiel gegen die Shadows ran, die zuletzt etwas geschwächelt haben. Doch die Shadows trugen ab der ersten Hälfte das Spiel tief in die grüne Hälfte hinein und hielten Stigmata konstant im Minus. Erst in der zweiten Hälfte gelang ein wenig Gegenwehr, doch auch die gute Leistung von Schmacko reichte nicht aus, um die Schlappe im Auftaktspiel abzuwenden.
Auch im zweiten Spiel war der Gegner drückend. Beamforce One zeigten von Anfang an, warum sie den Anspruch haben, in der 1. Liga zu bestehen. In der ersten Hälfte drehte Stigmata zwar das Spiel, aber ein Spielabbruch negierte die gute Leistung. Danach hatten sich die Rosenheimer auf das Spiel von Stigmata eingestellt. Die Spieler verbrachten ihre Abwehrversuche vor der eigenen Basis. Das nutzte nichts. Beamfoce One punktete konstant weiter. Die zweite Niederlage im zweiten Spiel löste das Ticket für die Heimreise.
Im dritten Spiel tat sich Stigmata noch einmal richtig schwer gegen die Tag Tigers. Ohne furiose 156 Punkte von Schmacko in der ersten Halbzeit wäre es mit dem einen Sieg in der Gruppenphase wohl nichts geworden. So fuhr Stigmata mit einem Sieg und zwei Niederlagen in der Tasche wieder nach Hause.

Den Start ihres ersten Spieles hatte Beamforce One verpasst. Die Tag Tigers begannen forsch und arbeiteten in der ersten Hälfte ordentlich auf ihren zweiten Sieg gegen den eigentlichen Favoriten hin. Doch das Team um Unreality konnte sich fangen und gewann ihre Ordnung wieder. Zum Ende der ersten Hälfte verlagerten die Rosenheimer das Spiel aus der eigenen Hälfte zurück über die Mittellinie und konnten sich zum Westentausch an die Mainzer heranarbeiten. Im zweiten Durchgang fanden die Südbayern ihre Positionen und Laufwege, machten an der Mittellinie die Gänge dicht und drängten die Tigers fast bis in die eigene Base zurück. Durch eine homogene Teamleistung drehten sie das Spiel und schafften eine Revanche für die Niederlage in Darmstadt.
Den deutlichen Sieg der Shadows vor Auge, gab Beamforce One gegen Stigmata Vollgas. In beiden Halbzeiten schnürten die Rosenheimer ihr Gegenüber vor der eigenen Basis ein und holte Punkt um Punkt. Der Juggernaut ragte mit seiner Leistung in einem hervorragenden Team noch einmal heraus. Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel schaffte sich Beamforce One eine gute Ausgangsposition.
Im entscheidenden Spiel um den 1. Platz in Gruppe B ging es gegen die Shadows, die bisher ein richtig gutes Turnier gespielt haben. Doch auch Beamforce konnte sich bisher nicht beklagen. Aber an diesem Sonntag waren die Aschaffenburger einfach den entscheidenden Tick besser. Immer wieder hingen die Rosenheimer in der eigenen Hälfte fest. Gerade einmal der Juggernaut hob das Ergebnis mit seinen 61 Punkten etwas an. Doch in der zweiten Hälfte brach die Gegenwehr weitgehend ein. Mit zwei Siegen blieb nach der Gruppenphase der zweite Platz und eine erneute Viertelfinalteilnahme.

Die Gruppenphase lief für die Uraschaffenburger richtig gut. Wie ein Befreiungsschlag muteten die Spiele gegen die Gruppengegner an, mit dem man die letzten Turniere vergessen machen wollte. Zunächst musste Stigmata dranglauben. In der Arena, welche für offensive Mannschaften ausgelegt war, zauberten Daniel, Benni und David, als sie die Verteidigungslinien von Stigmata durcheinander wirbelten. Mit 407 zu -1 ging es mit einem deutlichen Vorsprung zum Westentausch. Die zweite Hälfte konnte die Truppe um Ironman dann mit halber Kraft herunter spielen, ohne einen hohen Auftaktsieg zu gefährden.
Auch im zweiten Spiel drückten die Aschaffenburger das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Ironman (104), Daniel (100) und Benni (117) feierten gegen The Tag Tigers in der ersten Hälfte ein wahres Fest. Mit fast 600 Punkten ging das Team in Führung. In der zweiten Hälfte verlagerte sich das Spiel noch ein wenig in Richtung Mitte, doch ein zweiter hoher Sieg öffnete das Tor zum Viertelfinale.
Ironman, Benni, David und Daniel produzierten im Finalspiel Punkte am laufenden Band. Den lauffreudigen Taggern gelang einfach Alles. Schnell war Beamforce One zurückgedrängt und schaffte es nicht mehr, sich aus dem harten Griff zu lösen. Die Shadows spielten ihr drittes Match sauber herunter und verschmerzten auch 25 Strafpunkte, die es für unkorrektes Zurückziehen gab.



Spiel 1: Shadows : Stigmata - 689 : 89
Spiel 2: Beamforce One : The Tag Tigers – 412 : 172
Spiel 3: The Tag Tigers : Shadows – 62 : 766
Spiel 4: Beamforce One : Stigmata – 557 : 213
Spiel 5: Shadows : Beamforce One – 583 : 128
Spiel 6: The Tag Tigers : Stigmata – 365 : 389

1. Platz : Shadows – 3 Siege – Score: 2038
2. Platz : Beamforce One – 2 Siege – Score: 1097
3. Platz : Stigmata – 1 Sieg – Score: 691
4. Platz : The Tag Tigers – 0 Siege – Score: 599


Gruppe C

Wild Beasts – Sixth Sense – Bad Tag Brothers – Bananas

Eine schwere Gruppe erwartete die einzige Damenmannschaft der German Lasertag League. Erhoffte man sich, so langsam den Minusscore aus dem Hanauturnier negieren zu können, mussten sich die Wilden Biester erneut auf heftige Packungen einstellen. Sixth Sense zeigten in ihren bisherigen Turnieren eine ordentliche Leistung und machten deutlich, dass sie vor keiner Mannschaft Angst hatten. BTB hatte nach der desolaten Leistung in Darmstadt etwas gut zu machen. Immerhin lebt das Team von dem Respekt, welchen viele Mannschaften ihnen entgegenbringen und deswegen in der Halle das ein oder andere Mal etwas zögerlicher agieren. Die Bananas gehen nach dem Sieg im Rosenheimer Stadtpokal mit breiter Brust in das Turnier, müssen allerdings das Fehlen der beiden Teamcaptains kompensieren.

Schon bei der Gruppenauslosung dürfte den Wild Beasts klar gewesen sein, dass es an diesem Spieltag in Köln hauptsächlich um Schadensbegrenzung ging. Alle drei Gegner spekulierten auf den Viertelfinaleinzug und hofften darauf, gegen die Damenmannschaft hoch zu punkten, um für die Tabelle einen guten Score zu erhalten. Dementsprechend legten die Bananas los, und überrollten die Beasts nach allen regeln der Kunst. Die Damen hatten der Punktemaschine aus Rosenheim nichts entgegenzusetzen und verließen mit negativem Score die Arena.
Wenn eine unaufhaltsame Macht ein unbewegliches Objekt trifft, bahnt sich eine Katastrophe an. So eine unaufhaltsame Macht schlug im zweiten Spiel gegen BTB bei den Wild Beasts ein. -375 zu 1217 stand es am Ende für die Rosenheimer.
Auch gegen Sixth Sense hatten die Lasertagmädels ein hartes Los. Gleich zu Beginn lag ihr Schwerpunkt vor der eigenen Base, wo ihnen nichts gelingen wollte. 637 zu -155 war die verheerende Halbzeitbilanz. Auf der grünen Seite konnte sich das Team um Desi noch einmal fangen und leistete erbitterte Gegenwehr. Das Spiel war zwar verloren und der Unterschied im Endeffekt auch wieder recht hoch. Doch zeigte die letzte Halbzeit, dass die Damen ihre Krallen ausfahren können.

Gleich im ersten Spiel mussten Sixth Sense gegen BTB ran und versauten ihren Start derart, dass sie sich das komplette Turnier hinweg über diesen taktischen Missgriff ärgerten. Gleich zu Beginn suchten alle Spieler die Hindernisse um die eigene Base auf, um sich dort den Angriffen der Titelaspiranten entgegenzustemmen. Doch mittlerweile sollte allen Teams bekannt sein, dass BTB sehr gut Positionen einnehmen und diese im stationären Spiel verteidigen können. Die taktische Ausrichtung der Bro´s ist es eigentlich, die gegnerische Mannschaft irgendwo um die Mittellinie abzufangen, geschlossen vorzurücken und wie eine Spinne das Netz immer engmaschiger zuzuziehen. Wenn man schon zu Beginn eines Spieles das taktische Ziel erreichen kann, macht man es den Rosenheimern fast zu leicht. Dementsprechend lagen die Mainzer nach drei Minuten mit 200 Punkten Abstand hinten. Gerade einmal Expwalker stemmte sich in den ersten Minuten gegen die Rosenheimer Übermacht. Doch Sixth Sense wären nicht Sixth Sense, wenn ihnen keine Losung einfallen würde. Und so besannen sich die Mainzer auf ihre Stärken – und auf die Schwächen der Gegner. Und so begannen die Mainzer, die Südbayern zu umlaufen und durch schnelle Runs deren Ordnung aufzulösen. Zur Halbzeit lag man nur noch 248 zu 126 hinten. In der zweiten Hälfte änderten die Mainzer ihre Taktik und stürmten auf BTB ein. Doch diese blieben stabil und rannten nicht wie ein wilder Hühnerhaufen durcheinander. Eine Spitzenmannschaft macht es halt auch aus, dass sie gegen die wunderbaren Druckläufe von Sixth Sense bestehen kann. Zum Ende des Spieles wurde es zwar noch einmal richtig spannend und Sixth Sense kam immer näher heran. Doch der schwache Start stellte Sixth Sense am Ende ein Bein, so dass das Auftaktspiel auf Grund eines gravierenden taktischen Fehlers verloren ging.
Im zweiten Spiel ging es für Sixth Sense schon um Alles. Darum wollten sie nicht wieder den Start versauen. Dementsprechend überfiel das Team um Mav ihr Gegenüber regelrecht. Mit 111 zu -9 ging es in Führung, bis die Bananas ihre Ordnung wiederfanden. Doch die Rosenheimer haben gelernt, Räume zu schließen und offensive Mannschaften auszubremsen. Die Mainzer rannten daher auch eher in ihr Verderben, als aus ihrer Stärke Nutzen zu ziehen, und mussten sich immer weiter zur Mitteillinie zurückdrängen lassen, wo nun in der Hauptsache das Spiel stattfand. Bereits zur Halbzeit lagen sie zurück. In der zweiten Halbzeit gelang ihnen kein Zugang mehr zum Spiel. Wo die eine Hälfte der Mannschaft punktete, ließ die andere Hälfte Punkte liegen. Die Felle schwammen immer weiter davon. Das zweite Spiel ging verloren und der Viertelfinaleinzug rückte in unerreichbare Ferne.
Gegen die Wild Beasts stürmte Sixth Sense von Anfang an nach vorne und schnürte die Damen vor deren Base ein. In der ersten Hälfte zogen die Mainzer ein Feuerwerk ab, das den Sturmlauf von BTB noch toppen sollte. Doch in der zweiten Hälfte schalteten sie einen Gang zurück und ließen die Damen am Spiel teilnehmen. Mit einem Sieg ging es zurück in die Heimat – aber nicht ohne dem Versprechen, in Hamburg durchzustarten.

Einen Auftakt nach Maß gelang den Bananas gegen die Wild Beasts. In der ersten Halbzeit stach Tomtime mit über 100 Punkten heraus. In der zweiten Hälfte legten DocDjango und Nadeschda nach. Mit einem Sieg und 773 Punkten auf dem Konto schafften sich die Rosenheimer eine gute Ausgangslage für die schwere Gruppe C.
Wow, was für ein Ansturm legten Sixth Sense zum Spielstart hin. Das hatte die Bananas etwas aus der Spur geworfen. Das Team brauchte dann auch die erste Hälfte der ersten Halbzeit, um sich zu fangen. Doch dann wurde die Tagmaschine angeworfen. Nun gelang es den Bananas, die Halle zu kontrollieren und das richtige Mittel gegen die schnellen Sprinter von Sixth Sense zu finden. Buchi, Chris und Tomtime rockten die erste Hälfte und spornten ihr Team an, die Partie zu drehen. In der zweiten Hälfte führte Chris mit tollen 110 Punkten die Mannschaft zu einem letztendlich ungefährdeten Sieg gegen Mainzer, die in dieser zweiten Hälfte gegen starke Bananas kein passendes Werkzeug fanden.
Das Gruppenfinale war dann auch das Spitzenspiel zwischen den Bananas und BTB. Nach zuletzt zwei Siegen in wichtigen Spielen traute man den Bananas zu, BTB vom Thron zu stoßen. Doch ohne die beiden Teamcaptains würde es sehr schwer werden. Man merkte gleich, dass BTB die vorangegangenen Niederlagen nicht auf sich sitzen lassen wollten, Von Beginn an machten sie gehörig Druck und zwangen die Bananas in die Defensive. Aus dieser konnten sie sich erst gegen Ende des Spieles lösen. 25 Strafpunkte machten das Unterfangen noch einmal schwieriger. Am Ende blieb eine knappe Niederlage und ein guter zweiter Tabellenplatz in Gruppe C.

Mit Respekt begegnete der GLL-Primus Sixth Sense. Man kannte ihre Stärken und wusste, dass das Team nicht nur ein offensiv geprägtes Lasertag spielte, sondern auch aus sehr guten Einzelspielern besteht. Umso verwunderter dürfte das Team um Tine und P.G. gewesen sein, als man mit einem schnellen Vorstoß zu Beginn fast an der gegnerischen Basis stand. Diese Positionen spielte den Rosenheimern in die Karten und so konnten die Bros erst einmal gut Punkte farmen. Irgendwann einmal versuchten Sixth Sense das Spiel zu drehen und drängten die Angreifer von der eigenen Base zurück. Doch BTB verstand es geschickt, den Kontern aus Mainz zu begegnen und den Vorsprung über das Schlusssignal hinaus zu retten.
Im zweiten Spiel ging es darum, für die Tabelle zu punkten – und das machten die Bad Tag Bro´s gegen die Wild Beasts auch. War es in der ersten Hälfte die Show von Dari, der alleine sagenhafte 199 Punkte machte. Wurde in der zweiten Hälfte der überragende Erfolg vom gesamten Team getragen. Vier von sieben Spielern hatten über 100 Punkte. In keinem anderen Spiel an diesem Sonntag war Dominanz deutlicher zu spüren.
Nun ging es darum, Allen zu zeigen, wer in Rosenheim die Lederhosen anhat. Hatte man in Darmstadt und beim Stadtpokal gegen die Bananas verloren, sollte in Köln wieder ein Sieg auf der Habenseite stehen. Die Halle lag BTB und schnell waren die Bananas zurechtgelegt. Mit einer 200 Punkteführung ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Bananas dagegen und verkürzten den Vorsprung. Doch hervorragende 96 Punkte von Dari sicherten den Sieg und Platz eins in der Gruppe C.


Spiel 1: Wild Beasts : Bananas - -67 : 773
Spiel 2: Sixth Sense : BTB – 316 : 390
Spiel 3: BTB : Wild Beasts – 1217 : -375
Spiel 4: Sixth Sense : Bananas – 247 : 563
Spiel 5: Wild Beasts : Sixth Sense - -18 : 958
Spiel 6: BTB : Bananas – 388 : 219

1. Platz : Bad Tag Bro´s – 3 Siege – Score: 1995
2. Platz : Bananas – 2 Siege – Score: 1555
3. Platz : Sixth Sense – 1 Sieg – Score. 1521
4. Platz : Wild Beasts – 0 Siege – Score: -460


Gruppe D

Mimimi – Scorpions – Watchdogs – Most Wanted Targets

Jetzt endlich – der erste Turniergewinn in der German Lasertag League! Das war die Botschaft von Mimimi. Man spürte es mit jeder Faser, dass die Mainzer dieses Mal den ganz großen Pokal mit nach Hause nehmen wollten. Nachdem die Scorpions in Darmstadt mit sich und ihrem Umfeld haderten, war hier die Chance auf Wiedergutmachung. Auch die Watchdogs wollten wieder etwas reißen. Hatte man nach dem letzten Spieltag den zweiten Platz an Ghost verloren, wollte das Team um Palme diesen in Köln zurückerobern. Die Most Wanted Targets waren die Hausherren und wollten beweisen, dass sie nicht zu Unrecht an die Plätze zur ersten Liga kratzten.

Hatten die Scorpions mit den Watchdogs noch eine Rechnung offen? Immerhin spielten einige der Urwatchdogs mittlerweile in der Frankfurter Mannschaft. Man kannte sich also und man kannte die gegenseitigen Stärken und Schwächen. Was aber dann in der Halle passierte, erstaunte doch gewaltig. Der Leistungsunterschied zwischen den zerstörerischen Hanauern und den unterlegenen Scorpions war gravierend. Beim Westenwechsel trennte beide Teams satte 560 Punkte – und am Ende kamen die Frankfurter mit gesenkten Köpfen aus der Arena.
Im zweiten Spiel ging es gegen das Hausteam. Aber das ließ die Frankfurter kalt. Nun zeigten die Scorpions , ihre Qualitäten. Auch als die Most Wanted Targets einen furiosen Start hinlegten, ließen sie sich davon nicht beeindrucken. Im Gegenteil – nach dem Disaster gegen die Watchdogs war der Kampfgeist der Hessen geweckt und man kämpfte sich in der ersten Hälfte wieder heran. Auch in der zweiten Hälfte ließ man die Hausherren nicht davonziehen, sondern fand kurz vor Ende des Spiels perfekt seine Positionen, um den ersten Sieg einzufahren.
Gegen Mimimi stürmten die Scorpions nach vorne und erhielten gleich einen ordentlichen Dämpfer. Ab der ersten Minute wurden die offensiven Frankfurter neutralisiert und mussten zusehen, wie Mimimi – und damit die Chance auf den Viertelfinaleinzug – davonzog. Am Ende blieb ein Sieg gegen die Most Wanted Targets und die vorzeitige Heimreise.

Die Most Wanted Targets mussten in ihrem ersten Spiel gegen die favorisierten Mimimi antreten. Diese starteten auf der roten Seite furios und stürmten bis vor die Base des Kölner Hausteams. Doch in der eigenen Halle lässt man sich nicht einfach überrennen und Byakko zog alle Register, um sich gegen den Offensivdrang der Wahlmainzer zu stemmen. Das reichte leider nicht, um eine Niederlage zu verhindern. Doch hatten viele mit einem höheren Ergebnis gerechnet.
Auch im zweiten Spiel lief es nicht so, wie es die Most Wanted Targets gerne gehabt hätten. Wenigstens gegen die Scorpions sollte ein Sieg herausspringen. Byokko, Wollow und DrTagger arbeiteten in der ersten Hälfte hart. Auch in der zweiten Hälfte versuchten die Targets ihren Vorsprung über die Zeit zu retten. Doch am Ende reichte es nicht und die zweite Niederlage war besiegelt.
Byakko trieb seine Mannschaft im letzten Spiel noch einmal voran. 660 Punkte Differenz galt es gegen die Watchdogs aufzuholen, um doch noch das Viertelfinale zu erreichen. In der ersten Hälfte fegten die Kölner über die Hanauer hinweg, als ob es kein Morgen gäbe und lagen zur Halbzeit dank 119 Byakko-Punkten mit 326 zu -35 in Führung. Sollte es tatsächlich reichen, die Watchdogs vorzeitig nach Hause zu schicken? Die Dogs wehrten sich in der zweiten Hälfte und konnten den Vorwärtsdrang blocken. Trotz des undankbaren dritten Gruppenplatzes hatten die Most Wanted Targets einen großartigen Sieg gegen die Watchdogs eingefahren.

Bamm machte es in der Halle, Bamm machte es zur Halbzeitpause und Bamm machte es am Ende des Spieles zwischen den Watchdogs und Scorpions. Bei den Hanauern stimmte einfach Alles. In der ersten Hälfte erreichten Dobermann und Cataracs 151 Punkte, aber auch die übrigen Spieler fielen nicht dahinter zurück. In Hälfte zwei drehte das Team dann im kollektiv auf. 104 Punkte krönte Dobermans Leistung. Der Weg zu einem sensationellen Turnier war geebnet.
Watchdogs gegen Mimimi hat den Charakter eines Klassikers, so oft sind diese beiden befreundeten Teams schon gegeneinander angetreten. Es war spannend, wer sich in der schnellen Halle Vorteile erspielen würde. Die erste Hälfte war ziemlich ausgeglichen, die Dogs gingen mit einer Markierung Vorsprung zum Westenwechsel. Doch dann brach das Team von Palme ein und verlor wichtige Positionen gegen starke Mainzer. Am Ende ging das zweite Spiel mit über 200 Punkten Abstand verloren.
Was war denn da los? Palme saß entspannt in der Lobby, als sein Team gegen die Most Wanted Targets antrat. MWT hatte zweimal verloren, die Dogs einen hohen Sieg in der Tasche. Eigentlich war es eine glasklare Sache. Aber unterschätze niemals ein GLL-Team. Das mussten die Hanauer am eigenen Leib erfahren und machten es im letzten Spiel noch einmal richtig spannend in der Gruppe D. In der ersten Hälfte konnten die Hanauer das Spiel einfach nicht greifen und lagen schnell deutlich hinten. In der Halbzeitpause dürfte es in der Base ein ordentliches Donnerwetter  gegeben haben, denn das Team kam mit einer ganz anderen Einstellung ins Feld zurück. Die zweite Hälfte ging zwar an die Dogs, aber zu einem Sieg hat es nicht gereicht. Dafür war danach Feuer in der Hütte.

Mimimi wollte gleich im ersten Spiel zeigen, dass die Halle in Köln ihnen gehört. Die Beschaffenheit der Halle und die aufgestellten Hindernisse kamen den Laufstarken Mainzern sehr entgegen. Gleich nach dem Anpfiff standen schon die ersten Mainzer vor der grünen Base, um die Abwehr der Most Wanted Targets in Bedrängnis zu bringen. Doch trotz des Stakkatos von Kugelblitz und Flitzer stemmten sich die Kölner mit aller Kraft dagegen. In der zweiten Halbzeit drehte Schmitzkatze mit 145 Punkten und einem 41/20 Verhältnis auf, um den Hausherren die Katzenpfoten des Teamlogos auf die Stirn zu drücken.
Nun ging es gegen die Watchdogs. War zu Beginn der GLL-Saison das Hanauer Team der klare Favorit, zog Mimimi in den letzten Monaten deutlich an. Nach Darmstadt traute man dem Team alles zu. In der ersten Hälfte spielte sich sehr viel im Bereich um die Mitte ab, es gab viele Laufduelle mit häufigen Führungswechseln. Erst in der zweiten Hälfte konnten die Mainzer die Oberhand gewinnen und die Watchdogs in die Schranken weisen.
Auf die Plätze – fertig – los – PUNKTE! So war die Devise von Mimimi gegen die Scorpions. Andimimimi mit 141 und Fliter mit 155 Punkten in den jeweiligen Halbzeiten belegten Spitzenwerte. Die Runner des Mainzer Ausnahmeteams filettierten die Frankfurter nach allen Regeln der Kunst. Aber auch der Rest der Mannschaft sorgte mit dem dritten Sieg im dritten Spiel dafür, dass heute nicht nur einmal Mimimi als Turnierfavorit genannt wurde.


Spiel 1: Mimimi : Most Wanted Targets – 617 - 337
Spiel 2: Scorpions : Watch Dogs – 130 : 882
Spiel 3: Watchdogs : Mimimi – 423 : 641
Spiel 4: Scorpions : Most Wanted Targets - 462 : 358
Spiel 5: Mimimi : Scorpions – 869 : 100
Spiel 6: Watchdogs : Most Wanted Targets – 218 : 475

1. Platz : Mimimi – 3 Siege – Score: 2127
2. Platz : Watchdogs – 1 Sieg – Score: 1523
3. Platz : Most Wanted Targets – 1 Sieg – Score: 1170
4. Platz : Scorpions – 1 Sieg – Score: 692


Viertelfinale:

Ghost : Bananas – 283 : 1

Spannend wurde es vor der Partie zwischen Ghost und den Bananas. Galten die Südbayern als Defensivspezialisten, zeichnet es die Darmstädter aus, dass sie Qualitäten in allen Belangen des Lasertag-Sports haben. Ein Aus im Viertelfinale würde für beide Teams einen Rückschritt bedeuten, daher began das erste Spiel der letzten Acht auch sehr verhalten. Beide Teams tasteten sich ab. Die Führung wechselte immer wieder, bis zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff die Ghosts plötzlich aufdrehten und ihre Kontrahenten überrollten. Cheesycrust sahnte 87 Punkte ab und hatte einen richtig guten Lauf. Die zweite Halbzeit verlief ähnlich mit leichten Vorteilen für die Darmstädter. Die Bananas kamen diesmal nicht an die Ghosts heran und mussten sich geschlagen geben.

Shadows : Watchdogs – 296 : 584

Die Watchdogs legten im zweiten Halbfinalspiel los, als ob sie den Frust aus ihrem letzten Gruppenspiel loswerden wollten. Immer wieder holten sie reihenweise Shadow-Spieler von der Mittellinie und bauten selbst einen starken Druck auf. Die Shadows hatten es David mit 120 Punkten zu verdanken, dass der Halbzeitrückstand nicht noch höher ausfiel. In der zweiten Hälfte dominierten die Hanauer ihre Aschaffenburger Konkurrenten. Cataracs stach mit sagenhaften 152 Punkten aus der guten Equipe. Ein solider Sieg und verdienter Halbfinaleinzug für die Watchdogs war die Folge.


Bad Tag Bro´s : Randoms – 457 : 177

Im dritten Spiel hatten die BTB ihre bayerischen Mitstreiter von den Randoms im Griff. In gewohnter Manier spielten sie ihre Taktik herunter. Den Würzburgern gelang über lange Zeit nicht, den Abwehrring von BTB zu durchbrechen, stattdessen ließen sie auf allen Seiten der Arena Punkte liegen. Erst in den letzten drei Minuten legte der unterfränkische Teamcaptain Jonas los und machte 101 Punkte. Doch das reichte nicht. BTB zog verdient in das Halbfinale ein.


Mimimi : Beamforce One – 880 : 96

Mimimis Hallenstärke bekam Beamforce One voll zu spüren. Die Mainzer sprinteten durch die Rosenheimer Abwehrreihen, als wären sie im Trainingsspiel. Andimimimi mit 131 Punkten, Weltmonarch mit 104 und Kugelblitz mit 94 Punkten dominierten Beamforce One nach allen Regeln der Kunst. Die Hintermannschaft passte auf, dass der Gegner nicht doch einmal durchkam. Im zweiten Durchgang legte die Mainzer immer noch ein hohes Tempo vor. Kugelblitz überragte diesmal mit 152 Punkten. Beamforce One war froh, als die zweimal sechs Minuten vorbei waren. Mimimi stürmte in das Halbfinale.


Halbfinale:

Ghost : Watchdogs – 597 : 205

In letzter Zeit entwickeln sich die Watchdogs zu den Lieblingsgegnern der Ghosts. Von Anfang an konnten die Darmstädter die Hanauer in deren Hälfte drängen. Scharmützel um die mittlere Region gingen zu Gunsten der Ghosts aus. Mit einer guten breiten Teamleistung hielten sie den GLL-Dritten in Schach. Auch in der zweiten Hälfte ließen die Tabellenzweiten nicht nach und hielten den Druck konstant hoch. Da halfen auch die berüchtigten Konterruns der Hanauer nichts. Revillo ragte in einem starken Team mit 120 Punkten heraus. Die Ghosts zogen als erstes Team in das Finale ein.


Bad Tag Bro´s : Mimimi – 411 : 499

Super spannend wurde es im Spiel zwischen BTB und Mimimi. In gewohnter Manier flitzten die Mainzer durch die Halle. Doch BTB hat genug Qualität, um die Sturmläufe zu durchbrechen und trotzdem Punkte zu machen. Obwohl Mimimi Druck ausübte und permanent drängte, lag BTB die meiste Zeit vorne. Jedoch haben die Mainzer mittlerweile gelernt, nicht blind hineinzufeeden. Immer wieder setzten sie Nadelstiche, um BTB daran zu hindern, vorzurücken und Mimimi einzuschnüren. Mit einer Markierung Vorsprung ging Mimimi in die Halbzeitpause. Auch in der zweiten Hälfte schenkten sich die beiden Mannschaften nichts. Mimimi ackerte und BTB verteidigte, was das Zeug hielt. Mimimi ließ sich nicht beirren und schaffte es geschickt, den Rosenheimer Snappern keine Nahrung zu liefern. Am Ende gingen die Mainzer in Führung und trugen diese geschickt über die Ziellinie. Der erste Sieg gegen BTB brachte den verdienten Einzug ins Finale.


Spiel um den 3. Platz

Watchdogs : Bad Tag Bro´s – 240 : 544

Spannend war die erste Hälfte beim Spiel um den dritten Platz. Die Watchdogs drängte und BTB verteidigte erneut. Doch im Gegensatz zu den Mainzern schafften es die Hanauer nicht, die Ordnung der Rosenheimer ins wanken zu bringen, oder gar hinter deren Verteidigungslinie zu gelangen. Trotzdem ließen sie BTB nicht davonziehen und schafften immer wieder den Ausgleich. Erst zum Ende der ersten Halbzeit konnten sich die Rosenheimer leicht absetzen. In der zweiten Hälfte kam BTB zurück zu ihrem Spiel. Dastindynamite stach mit 153 Punkten hervor. Insgesamt schaffte es BTB mit einer starken Teamleistung, die Watchdogs hinter sich zu lassen und sich den dritten Platz zu sichern.


Finale

Ghost : Mimimi – 1219 : 556

Viel erwartete man von der Wiederholung des Finales in Darmstadt. Mimimi hatte erneut gezeigt, dass ihnen die Halle liegt. Aber auch die Ghosts zeigten eine unglaubliche Dominanz im bisherigen Turnierverlauf. Mimimi spielte schnell und offensiv auf. Am Anfang gab es sehr viel Bewegung mit vielen Laufduellen in der Halle. Doch die Ghosts verstanden es wie kaum eine andere Mannschaft, die Sprints von Mimimi zu kontern, abzufangen und schließlich gegen sie zu verwenden. Schon bald war der Vorsprung der Anfangsoffensive verspielt und die Ghosts übernahmen das Ruder. Cheesycrust mit 114 und Robin mit 143 Punkten waren bei bester Stimmung in der Lobby die Wegbereiter für eine überragende 383 zu 135 Viertelführung.
Im zweiten Viertel machten die Ghosts die Räume dicht und ließen Mimimi anrennen. Jetzt lag es nicht an den schnellen Runnern, sondern an den Snappern, ihre Aufgabe zu machen und die Mainzer auf Abstand zu halten. Was den anderen Teams nicht gelang, schaffte die Defensive um den Ausnahmesnapper Johntheripper, der mit 95 Punkten eindrucksvoll zeigte, wie man einen starken Angriff neutralisieren kann. 769 zu 137 zur Hälfte waren ein kaum einzuholender Vorsprung.
Trotz des deutlichen Rückstandes gab sich Mimimi nicht auf. Sie rannten weiter wie wilde Hornissen auf die Ghosts ein und drängten sie an die eigene Basis zurück. Da im Stream die Punkte nach der Hälfte resettet waren, gab es nach vier Minuten eine Phase des Gleichstandes, in der die Ghosts sogar 25 Strafpunkte kassierten. Die Mainzer bewiesen Moral und rissen einen Kilometer nach dem Anderen herunter.
Noch einmal Vollgas geben hieß es dann im vierten Viertel. Die Ghosts verlagerten das Spiel wieder an die Mittellinie. Mimimi kämpfte unermüdlich weiter. Beide Teams machten fleißig Punkte, neutralisierten sich aber gegenseitig. Mit einem leichten Vorsprung entschieden die Ghosts auch das vierte Viertel für sich und nahmen den nächsten großen Pokal mit nach Hause.



Die Kölner Arena war wieder eine besondere Herausforderung für die angereisten Teams. Eine große Halle, eine zugestellte Mitte und viele Laufwege forderte flexible taktische Entscheidungen. Laufstarke Teams wurden belohnt, was die körperliche Fitness der eingesetzten Spieler voraussetzte. Außerdem war ein spielangepasstes Umschalten wichtig, um in die Lücken vorstoßen, aber auch um Lücken schließen zu können.

Diese Voraussetzungen hatte der Turniersieger aus Darmstadt an diesem Sonntag perfekt geleistet. Die Ghosts hatten bis auf BTB, gegen die sie nicht spielen mussten, alle direkten Konkurrenten aus der Top 5 mit individuellen Strategien geschlagen. Selbst im Finale hatte man das starke Team Mimimi dominiert, das vorher regelrecht durch das Turnier gerusht ist und schließlich einen verdienten zweiten Platz erlangt hat.

Die Bad Tag Bro´s bewiesen, dass sie auch in großen, offensivlastigen Hallen spielen und gewinnen können. Diesmal kamen sie auf den dritten Platz und freuten sich über den Sieg gegen die Watchdogs aus Hanau.

Die Organisation seitens der Hallenbertreiber als auch der betreuenden Teams hat gut funktioniert. Der Stream war wieder für viele Sportler und Sportbegeisterte eine tolle, das Turnier begleitende Institution, die auch in der Nachbereitung für den Bericht sehr viel Spaß gemacht hat.

Langsam merkt man eine gewisse Wehmut, wenn sich die GLL bald in mehrere Ligen trennen wird – und man vielleicht den ein oder anderen lieb gewonnen Spieler nicht mehr so oft sehen kann. Für mich haben die Turniere so etwas wie ein Festivalcharakter angenommen. Man kennt sich, man weiß sich zu schätzen und man hat immer wieder etwas Neues zu erzählen. Man fiebert mit seinen Teams, ohne den Anderen gram zu sein. Lasertag ist ein richtig toller Sport, den ich jedem empfehlen kann.


Wir sehen uns in Hamburg


Euer Rene



Tabelle nach dem 9. GLL-Spieltag

1. Bad Tag Bro´s – 39 Punkte - Score: 25342
2. Ghost – 36 Punkte – Score: 24046
3. Watchdogs – 27 Punkte – Score: 25286
4. Mimimi – 23 Punkte – Score: 19861
5. Randoms – 20 Punkte – Score: 17428
6. Shadows – 14 Punkte – Score: 16188
7. Beamforce One – 13 Punkte – Score: 9145
8. Bananas – 10 Punkte – Score: 9964
9. Ray Tracers – 9 Punkte – Score: 10453
10. Most Wanted Targets – 8 Punkte – Score: 4796
11. Beamforce Two – 7 Punkte – Score: 5120
12. Stigmata – 7 Punkte – Score: 4210
13. Laserpandas – 5 Punkte – Score: 5707
14. Scorpions – 5 Punkte – Score: 2850
15. Sixth Sense – 4 Punkte – Score: 5143
16. Cardinals – 3 Punkte – Score: -325
17. Wild Beasts – 3 Punkte – Score: -1118
18. Kölsche Täager – 2 Punkte – Score: 1734
19. The Tag Tigers – 2 Punkte – Score: 1368
20. Angels of Darkness – 2 Punkte – Score: 1096


Nach dem Ausscheiden der Red Arrows gibt es etwas Bewegung und viele Teams können einen Punkt in der diesmal recht statischen Tabelle gut machen.

Die Angels of Darkness setzten in Köln aus und rutschten auf den letzten Tabellenplatz ab.

Auf den 19. Tabellenplatz landeten die Tag Tigers aus Mainz. In ihrem zweiten Turnier bewies das Team, dass es in der GLL Fuß gefasst hat und mittlerweilen angekommen war.

Auch für die Kölsche Täagger ging es um einen Platz nach oben.

Einen Dämpfer bekamen die Wild Beasts, die zwar mit dem Teilnahmepunkt in der Tabelle nach oben kletterten, doch in einer schweren Gruppe deutliche Minuspunkte kassierten.

Auch die Regensburger Cardinals blieben dem Turnier fern, profitieren aber vom Ausstieg der Arrows und ihren drei Punkten.

Sixth Sense hatten in ihrer Gruppe zwei starke Gegner, die sie diesmal nicht überwinden konnten. Es bleibt ein solider Platz in der Mitte der kommenden zweiten Liga.

Auch die Scorpions können sich leicht verbessern und im Mittelfeld der zukünftigen zweiten Liga festsetzen.

Leider hat es diesmal bei den Laserpandas aus Hannover wieder nicht mit einer Turnierteilnahme geklappt. Dennoch geht es um einen Platz nach oben.

Stigmata stagnieren auf dem 12. Tabellenplatz, könnten aber bei einer Teilnahme am nächsten Spieltag an Beamforce Two vorbeiziehen.

Beamforce Two verliert einen Platz.

Die Most Wanted Targets klettern in der Tabelle um einen Platz nach oben und klopfen vorsichtig an den Erstligaplätzen ein. Auf Grund eines Turnieraussetzers dürfte es in der nächsten Saison leider nur für die zweite Liga reichen.

Für die Ray Tracers hingegen zahlt es sich aus, dass sie jedes Turnier anfuhren. Das Darmstädter Team steht solide und ungefährdet auf dem 9. Tabellenplatz und kann langsam mit der Planung für die nächste Saison beginnen.

Auch die Bananas, Beamforce One und Shadows bleiben auf ihren Plätzen. Da alle drei Mannschaften lediglich den Teilnahmepunkt erhielten, änderte sich für sie auch nichts in der Tabelle.

Durch das Ausscheiden im Viertelfinale verloren die Würzburger Randoms einen Tabellenplatz.

Mimimi konnte durch den 2. Platz im Turnier einen Rang in der Tabelle gutmachen.

Die Watchdogs verbleiben auf dem 3. Tabellenplatz.

Durch den erneuten Turniersieg konnten die Ghosts bis auf 3 Punkte auf den Führenden aufschließen.

Die Bad Tag Bro´s machen es spannend und lassen den Vorsprung auf drei Punkte zusammenschmelzen. Auf der Zielgeraden der Saison entbrennt noch einmal ein heißer Kampf um die Tabellenspitze.

Dienstag, 31. Mai 2016

Nachtrag zum 8. GLL-Spieltag

Anders als die ersten Informationen lauteten, werden die Scorpions für Köln nicht gesperrt und nehmen an dem Turnier teil. Ich freue mich schon auf die nächste Begegnung mit dem Frankfurter Team.

8. GLL-Spieltag am 22.05.2016 in Darmstadt



Am 22.05.2016 fand der 8. GLL-Spieltag bei LasertagDarmstadt statt. 19 Teams trafen sich, um ihr Turnier in der großen Arena in der Rheinstraße 101 auszutragen; im Juli 2015 waren es bei der Stadtmeisterschaft in Darmstadt noch 7 Mannschaften gewesen.

Wegen der großen Teilnehmerzahl wurden 4 Gruppen mit 5 Mannschaften gebildet. In der Gruppe D gab es ein Freilos. Nach der Gruppenphase qualifizierten sich die beiden Erstplatzierten für das KO-System.

Die große Arena in Darmstadt hat geräumige 910 Quadratmeter mit einem Oktagon in der Hallenmitte. Verschiedene Hindernisse lassen unterschiedliche Lauf- und Markierungswege zu, welche das Spiel in der Halle rasant und taktisch flexibel machen. Sowohl offensive als auch defensive Strategien können hier zum Erfolg führen, was die Spiele sehr abwechslungsreich gestaltet.

Die „Ghosts“ als Heimteam kümmerten sich um die Betreuung der zahlreichen Teams. Lukas Läpple aus dem Team zauberte ein unvergessliches Catering, nach dem sich Sportler wie Fans die Finger leckten. Omelette, Schnitzel, Pommes oder Filet ließen an diesem besonders langen Spieltag die Herzen der hungrigen Tagger höher schlagen. Vom Arenateam wurde ständig frisches Wasser für die Sportler zur Verfügung gestellt. Für das leibliche Wohl war also gesorgt. Platz gab es in der geräumigen Lobby und auf dem großen Parkplatz, auf dem einige Teams ihre Pavillons aufstellten, auch zu genüge.

Thorsten und Patrick begleiteten den 16-Stundn-Spieltag live auf twitch.tv und luden sich immer wieder Spieler der verschiedenen Teams zur Unterstützung ein. Leider hatte der Stream einmal mehr nur ein sehr kurze Lebensdauer.

Pünktlich um 08.00 Uhr trafen sich die Sportler zu einem wahren Marathon. Nach der Begrüßung durch den Arenaleiter Robert Görner und der obligatorischen Einführung durch Aki Hanstein erfolgte die Gruppenauslosung.


Gruppe A

Ghost – Ray Tracers – Bananas – Shadows – Bad Tag Brothers

Die Gruppe A wurde von vielen als Todesgruppe bezeichnet. Die beiden Hausteams galten für sich schon als Favoriten für den Einzug in das Halbfinale, die Ghosts als Topfavorit für den Turniersieg. Mit den Bad Tag Brothers aus Rosenheim ist grundsätzlich zu rechnen, da die Mannschaft sich fast auf jede Halle Deutschlands perfekt einstellen kann. Nach dem dominanten Heimsieg waren viele gespannt, ob sie das Debakel der Stadtmeisterschaft 2015, bei dem man lediglich den fünften Platz erreichte, wettmachen konnte.  Die Shadows kennen die Halle gut und haben hier schon einige Trainingseinheiten absolviert. Für die Bananas galt es, den wichtigen 8. Tabellenplatz für die kommende erste Liga zu verteidigen. Mit den Ray Tracers war der direkte Tabellennachbar in der Gruppe, so dass es für die Rosenheimer darum ging, nicht weniger Punkte als das Konkurrenzteam zu erhalten.

Die Shadows erwischten im 8. GLL-Turnier einen rabenschwarzen Tag. An was es nun tatsächlich lag, dass das Aschaffenburger Team alle vier Spiele verlor, ist spekulativ. Denn eigentlich reiste das Team um André Eisen in einer relativ konstanten Besetzung zu einer relativ bekannten Halle. Die weitläufige Arena mit den verschiedenen Laufwegen kommt der offensiven Spielausrichtung der Shadows entgegen. Außerdem hatte man in den letzten Turnieren einigermaßen gut abschneiden können.  Im ersten Spiel trafen die Aschaffenburger auf die Bananas aus Rosenheim. Die defensivstarken Bananas zerpflückten die Angriffsläufe der Franken und schickten sie immer wieder zum Rechargen in die Base zurück. Das zweite Spiel gegen die favorisierten Ghosts ging noch deutlicher verloren. Dem konzentrierten Angriffssturm der Platzherren konnten sie nichts entgegensetzen. Auch die Ray Tracers siegten mit großem Abstand. Nach dem dritten Spiel stellte sich die Frage, ob die Shadows derzeit mit den anderen Top 8 Mannschaften auf Augenhöhe liegen oder eine Flaute haben. Doch das würde dem Team Unrecht tun, denn die Spieler klagten über technische Mängel, die das Ergebnis verzerren würden. Westen, die trotz aktivem Spielfluss Hits/Hit by-Statistiken von 0/16 und 0/20 aufwiesen, wurden an diesem Spieltag nicht nur von den Shadows bemängelt. Dass man im letzten Spiel gegen die Bad Tag Brothers um den letzten Tabellenplatz spielte, war die Krönung dieses vermaledeiten Spieltages – dass dieses Spiel dann noch in der Zielgeraden aus der Hand gegeben wurde, war symptomatisch. Vor den Aschaffenburgern liegt wieder viel Arbeit vor dem Wiedersehen im Juni in Köln. Hoffentlich hilft die neue Aschaffenburg-Hanau-Liga, um das sympathische Team wieder moralisch aufzubauen.

Die Bad Tag Brothers waren mit gemischten Gefühlen nach Darmstadt gereist. Sie kamen mit dem ungefährdeten ersten Tabellenplatz und einem grandiosen Heimsieg im Gepäck, wussten jedoch, dass die geräumige Halle ihrem kontrollierten Spielstil mit dem Abdecken möglichst aller Laufwege überhaupt nicht entgegenkam. Im ersten Spiel trafen sie gleich auf die Ray Tracers. In anderen Hallen stellen die heimischen Strategen für BTB eigentlich kein Problem dar. Doch vor einem Jahr hatte man gleich das erste Spiel in der Arena gegen die damals noch extrem defensiven Rays aus der Hand gegeben. Ob das noch in den Köpfen war, als das erste Spiel verloren ging, steht in den Sternen. Doch das psychologische Moment zog sich durch den weiteren Turnierverlauf der Rosenheimer. Das zweite Spiel dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Während des Spieles gegen die Ghosts hatten sich in der Lobby die beiden Lager (die sog. Lasertag-Elite und die sog. Achse-des-Bösen) mit ihren Anhängern aufgestellt und mit Fangesängen ihre Mannschaften lautstark begleitet. Nach einer – zumindest auf der Anzeigetafel – furiosen ersten Halbzeit für die Ghosts musste nach einem technischen Fehler die Partie abgebrochen werden. Die Weste von Protschi hatte mehr erhaltene Markierungen angezeigt, als in den gespielten sechs Minuten rechnerisch möglich wäre. Auch eine weitere Halbzeit musste wegen Problemen abgebrochen werden. In der Lobby herrschte aufgeregte Spannung, die zwischen Anfeuern und Frust hin- und herschwankte. Für beide Mannschaften war das Spiel äußerst wichtig. Ghost war noch nie ein Sieg gegen BTB gelungen, bei einer Niederlage wären die Rosenheimer so gut wie ausgeschieden. Umso ärgerlicher waren die Wartezeiten, die am Nervenkostüm der Spieler zehrten. Am Ende setzten sich die Darmstädter klar durch und entließen gefrustete Südbayern aus der Arena. Mit einer offensiven Spielweise wollte BTB danach gegen die Hallenfreunde von den Bananas Punkte gut machen. Ob das gegen die Defensivstarken Bananas eine so gute Idee war? Nein, offensichtlich nicht, denn auch das dritte Spiel ging verloren und die Bananas hatten gute Chancen auf den Einzug auf das Viertelfinale. Am Ende ging es dann gegen die Shadows aus Aschaffenburg. Nach anfänglichen Schwierigkeiten merkte man den Bad Tag Brothers an, dass sie nicht völlig geschlagen den Heimweg antreten wollten. Nach einem langen Rückstand drehten sie zum Ende der zweiten Halbzeit das Spiel und fuhren zumindest mit einem Sieg nach Hause.

Für die Ray Tracers bot sich zu Hause die Möglichkeit, den wichtigen 8. Tabellenplatz von den Bananas zurückzuerobern. Im ersten Spiel gelang ein moralisch wichtiger Sieg gegen die Bad Tag Brothers. Der Auftaktsieg hatte das gesamte Tabellengefüge durcheinandergewirbelt. Doch schon das zweite Spiel brachte die Ernüchterung. Eine knappe Niederlage gegen die Bananas sorgte dafür, dass das ein oder andere Mal der Rechenschieber ausgepackt und nachgerechnet wurde, bei welcher Tabellenkonstellation man die nächste Runde erreichen konnte. Eine wichtige Chance gegen den GLL-Tabellennachbarn war vertan. Nach einer langen Spielpause konnte das Team um Teamcaptain David „Mitchconnor“ gegen die Shadows Punkte gutmachen und erneut auf den zweiten Gruppenplatz hoffen. Aber wer befürchtet hatte, dass die Ghosts ihren Kollegen aus der Heimat Schützenhilfe geben, hatte sich getäuscht. Die Ghosts wollten ihr Turnier mit weißer Weste überstehen und so ging auch das vierte Spiel verloren, was den Rays den undankbaren dritten Platz bescherte.

Den Bananas merkte man die Anspannung an, mit der sie zum Turnier gereist waren. Der zu Hause gewonnene 8. Tabellenplatz stand auf dem Spiel. Die letzten Turniere hatten gezeigt, wie strategisch vorteilhaft für eine Mannschaft der Heimvorteil sein konnte – und mit den Ray Tracers hatte der unmittelbare Tabellennachbar den Heimvorteil. Außerdem  - wer konnte schon ahnen,  welches Team wem am Ende helfen würde? So war es für die Rosenheimer eine spannende Tabellensituation, bei der man bis zum vorletzten Spiel zwischen Hoffen und Bangen schwankte. Gleich im ersten Spiel ging es gegen die Shadows, die man ungefährdet schlagen konnte. Auch die Ray Tracers konnten in einem spannenden Spiel geschlagen werden. Wie in einer Schachpartie wurde abgewartet, jeder Zug geplant und im entscheidenden Moment die entscheidenden Punkte gemacht. Weiter ging es mit dem ersten GLL-Sieg gegen BTB. Am Ende wurde man ganz knapp von den starken Ghosts geschlagen – zwei Markierungen fehlten zur Tabellenspitze.  Daher musste man noch auf das Ergebnis des Hausduelles warten, welches die Ghosts für sich entschieden. Der Einzug in das Viertelfinale war gesichert – doch wichtiger war, dass die Ray Tracers am Ende des Spieltages nicht mehr Punkte erhielten als man selbst.

Heimspiel! Die Ghosts wollten es als dritte Mannschaft den Watchdogs und BTB nachmachen und den Pokal „ihres“ GLL-Spieltages in der eigenen Lobby ausstellen. Nach einer intensiven Vorbereitung hieß es in der eigenen Halle Vollgas geben. Im ersten Spiel traf man gleich auf BTB. Das nervenaufreibende Spiel, das immer wieder unterbrochen werden musste, wurde in der Lobby mitgefiebert. Als die beiden Halbzeiten endlich beendet waren, kamen die Hausherren mit ihrem ersten Sieg aus der Arena und wurden von ihren Anhängern frenetisch gefeiert. Den Ghosts gelang es geschickt, die Rosenheimer am Aufbau ihrer berüchtigten Ordnung zu hindern und sie immer wieder zurückzudrängen. Im zweiten Spiel gegen die Shadows zeigten die Ghosts ihre Dominanz und ließen die Tagger vom Untermain etwas ratlos zurück. Ein schweres Spiel um die Tabellenspitze folgte gegen die Bananas. Aber auch in dem Geduldsspiel ließen die Ghosts nichts anbrennen und vermieden es, durch Ungeduld Punkte liegen zu lassen. Im letzten Spiel behielten die Ghosts gegen die Ray Tracers die Oberhand und beendeten die Gruppenphase mit vier Siegen.

Spiel 01: Ray Tracers : Bad Tag Bro´s – 495 : 231
Spiel 02: Bananas : Shadows – 471 : 175
Spiel 03: Bad Tag Bro´s : Ghost – 103 : 543
Spiel 04: Bananas : Ray Tracers – 199 : 159
Spiel 05: Ghost : Shadows – 773 : 45
Spiel 06: Bad Tag Bro´s : Bananas – 169 : 369
Spiel 07: Bananas : Ghost – 122 : 138
Spiel 08: Ray Tracers : Shadows – 612 : 276
Spiel 09: Ghost : Ray Tracers – 445 : 277
Spiel 10: Shadows : Bad Tag Bro´s – 412 : 460

Platz 1: Ghost – 4 Siege – Score: 1899
Platz 2: Bananas – 3 Siege – Score: 1161
Platz 3: Ray Tracers – 2 Siege – Score: 1543
Platz 4: Bad Tag Bro´s – 1 Sieg – Score: 963
Platz 5: Shadows – 0 Siege – Score: 908


Gruppe B

Angels of Darkness – Most Wanted Targets – Cardinals – Randoms – Wild Beasts

Gruppe B wurde am 8. Spieltag der GLL als die vermeintlich leichteste Gruppe mit einem „Quasifreilos“ für die Würzburger Randoms gehandelt. Das turniererfahrenste Team in dem Quintett richtete seinen Blick auf mögliche Viertelfinalgegner, da von vorneherein klar war, dass eine einfache Gruppenphase wertlos ist, wenn man im Viertelfinale ausscheidet. Außerdem gibt es in der GLL keinen Automatismus, denn immer wieder schaffen es Underdogs mit genialen Strategien die Favoriten ins Straucheln zu bringen. Darauf hofften in diesem Fall auch die Most Wanted Targets aus Köln, die ihre Chance auf den Viertelfinaleinzug witterten. Bereits beim Training am Vorabend hatten sie eine ordentliche Leistung gezeigt, auf die sie nun aufbauen wollten. Die Angels of Darkness rechneten sich ebenfalls Chancen auf ein Weiterkommen aus. Die Cardinals und Wild Beasts hatten in der Tabelle noch mit den Altlasten aus Hanau zu kämpfen, wo man in der extrem schwer zu spielenden Arena viele Minuspunkte einstecken musste. Doch seit jenem Turnier ist viel Zeit vergangen und beide Mannschaften hatten sich weiterentwickelt. So pflegten die Regensburger ihre GLL-Erfahrungen in ihr Training ein. Die Wild Beasts entwickelten sich in der Aschaffenburg-Hanau-Liga mit anderen Turniermannschaften. So waren die Teams in Gruppe B nicht völlig unbeleckt und man war gespannt auf den Tabellenstand nach dem 10. Spiel. Als vorweggenommenes Fazit kann gezogen werden, dass alle Teams alle Spiele als äußerst fair und kameradschaftlich empfanden.

Die Wild Beasts nahmen in Darmstadt an ihrem zweiten GLL-Turnier teil. Bei ihrem Debut in Hanau hatte es ordentlich eingeschlagen, doch das erste deutsche Lasertag-Damenteam ließ sich davon nicht unterkriegen und startete motiviert in ihr zweites Turnier. Gleich im ersten Spiel ging es gegen die Most Wanted Targets, die ihre Turniererfahrung in die Waagschale warfen und das erste Spiel der Gruppe B gewannen. Im zweiten Spiel ging es mit einer neuen Aufstellung gegen die Angels of Darkness aus Würzburg. Zwar ging das zweite Spiel ebenfalls verloren, doch war der Abstand nicht mehr ganz so groß. Nicht einmal 100 Punkte trennten die Biester von den Engeln im unterfränkischen Derby. Auch gegen die Cardinals war das Ergebnis recht knapp. Nach einer spannenden ersten Halbzeit stand es zum Pausenpfiff 120 zu 120; am Ende reichte es aber doch nicht ganz. Das Abschlussspiel wurde gegen die Würzburger Randoms bestritten, die in der ersten Halbzeit ein wahres Feuerwerk abzogen und die Damen ziemlich in Bedrängnis brachten. Doch die wilden Biester packten in der zweiten Hälfte ihre Kämpferherzen aus, bliesen zur Bärenjagd und zeigten Moral, in dem sie den Favoriten eine starke Rückrunde abtrotzten.

Die Würzburger Angels of Darkness hatten sich in ihrem zweiten Turnier einige Chancen ausgerechnet und fühlten sich nach intensivem Training in der heimischen Arena und einigen Trainingseinheiten in Darmstadt gut auf das Turnier vorbereitet. Doch auch die besondere Gruppe B hatte ihre Tücken und Fallstricke. Das erste Spiel konnten die Angels gegen die Wild Beasts durch die starke Leistung ihres Teamcaptains Jasfar gewinnen. Gleich im zweiten Spiel ging es gegen die Randoms, welche den Angels ein hartes Match lieferten. Nur gelegentlich gelang es ihren Runnern über die Mittellinie vorzustoßen, doch die meisten Aktionen beschränkten sich auf Schadensbegrenzung. Der erwartete Sieg gegen die Cardinals blieb aus, denn die Regensburger brannten auf eine Revanche nach den beiden Niederlagen zu Hause und in Rosenheim. Diesmal unterlag das Team aus Würzburg und musste um den Einzug in das Viertelfinale bangen. Doch auch die Most Wanted Targets machten mit ihnen kurzen Prozess und bescherten den Angels ihre dritte Niederlage. Am Ende blieb nach vier schweren Spielen ein ernüchternder vierter Tabellenplatz.

Die Cardinals blickten mit gemischten Gefühlen auf die ausgeloste Gruppe B. Einerseits waren einige Mannschaften gezogen worden, die eher im unteren Tabellendrittel anzutreffen waren. Andererseits hatte man selbst noch keinen Fuß in der GLL fassen können, so dass ein erneuter letzter Tabellenplatz die Moral des jungen Teams in den Keller sausen lassen würde. Hatte man im Training am Vorabend die Halle noch eher im gemächlichen Tempo inspiziert, spielten die Regensburger in der Gruppenphase ihre ganzen Stärken aus. Wobei es gleich im ersten Spiel gegen die Randoms einen gehörigen Dämpfer gab. So ging man doch geschlagen und mit Minuspunkten aus der Arena. Auch das zweite Spiel gegen die Kölner Most Wanted Targets ging deutlich verloren. Doch wer jetzt gedacht hätte, dass sich die Cardinals geschlagen geben, hatte sich geirrt. Als ob ein Ballast von ihnen gefallen wäre und es nun gegen gleichstarke Teams um die Ehre ginge. Nun konnte man sich mit den Teams auf Augenhöhe messen und richtig aufspielen. Ein knapper Sieg in einem spannenden Spiel erfolgte gegen die Wild Beasts. Gerade in dem wichtigen Spiel konnte man die Fairness der beiden Teams bewundern. Nach der Verletzung eines Spielers der Cardinals wurde die Partie ordnungsgemäß unterbrochen und anschließend anstandslos weitergespielt – ohne unfairen Markierungen oder sinnlosen Diskussionen – so soll es sein. Ein deutlicherer Sieg gegen die Angels of Darkness krönte den guten Turnierverlauf der Regensburger. Der dritte Tabellenplatz war die verdiente Belohnung für die Leistung, die dem Team sicher einen ordentlichen Motivationsschub mit auf dem Heimweg gab.

Schon lange sind die Most Wanted Targets in der GLL vertreten, genossen aber immer ein wenig den Status der Underdogs, die zwar talentiert sind, aber am Ende der Gruppenphase auf den hinteren Plätzen rangieren. Das lag auch sicher daran, dass man in den letzten Turnieren in der Gruppenauslosung kein Glück hatte und auf ziemlich starke Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel traf. Die Gruppe B war nun die ideale Gelegenheit, sich in der GLL und zu Hause am Rhein präsentieren zu können. Gleich zu Beginn setzten die Targets gegen die Wild Beasts aus Aschaffenburg ein Ausrufezeichen und gaben die Marschrichtung gen Viertelfinale vor. Auch den Cardinals ließ das offensiv aufspielende Team keine Chance. Gegen die Randoms wurde es dann aber doch eng. Zwar gelang eine gewisse Gegenwehr, aber gegen die strategisch und technisch versierteren Würzburger reichte es am Ende nicht. Alleine schon ein überraschender Run zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde von den Rheinländern mit Respekt gezollt. Zum Abschluss gab es noch einen Sieg gegen die Angels of Darkness und der erste Einzug in ein GLL-Viertelfinale war perfekt.

Rumms machte es in der Gruppe B, als die Randoms aus Würzburg durch ihre Spiele fetzten. Wenn man bei der Auflistung der Teams „Finde-den-Fehler“ spielen wollte, würde man schnell feststellen, dass das Team nicht zu den anderen Mannschaften passte. Dementsprechend eindeutig gingen die Spiele gegen alle vier Mannschaften zu Gunsten der Würzburger aus. Mit einer stabilen Defensive und einer kontrollierten Offensive dominierte das Team um Jonas die Gruppenphase und zog ungefährdet als Tabellenerster in das Viertelfinale ein.

Spiel 01: Most Wanted Targets : Wild Beasts – 401 : 169
Spiel 02: Cardinals : Randoms - -98 : 574
Spiel 03: Wild Beasts : Angels of Darkness – 272 : 368
Spiel 04: Cardinals : Most Wanted Targets – 34 : 482
Spiel 05: Angel of Darkness : Randoms – 48 : 544
Spiel 06: Wild Beasts : Cardinals – 174 : 222
Spiel 07: Cardinals : Angel of Darkness – 367 : 151
Spiel 08: Most Wanted Targets : Randoms – 98 : 530
Spiel 09: Angel of Darkness : Most Wanted Targets – 98 : 482
Spiel 10: Randoms : Wild Beasts – 447 : 103

Platz 1: Randoms – 4 Siege – Score: 2095
Platz 2: Most Wanted Targets – 3 Siege – Score: 1463
Platz 3: Cardinals – 2 Siege – Score: 525
Platz 4: Angels of Darkness – 1 Sieg – Score. 665
Platz 5: Wild Beasts – 0 Siege – Score. 718


Gruppe C:

Beamforce One – Watchdogs – Stigmata – The Tag Tigers – KölscheTäagger

Beim Blick auf die Gruppe C konnte man eine gewisse Dreiteilung erkennen. Die Watchdogs aus Hanau galten als klare Favoriten. Dann folgten Beamforce One und Stigmata als etablierte Turniermannschaften, die wohl den zweiten Tabellenplatz unter sich ausmachen würden, und am Ende folgten die beiden Debütanten aus Mainz und Köln.

Die Tag Tigers traten in ihrem ersten Spiel gegen Stigmata an und konnten lange dem erfahrenen Team Paroli bieten. Am Ende reichte es nicht ganz gegen das Team aus Aschaffenburg, doch konnte man die Arena mit erhobenem Haupt verlassen. Das zweite Spiel ging gegen Beamforce One, die zu Hause im Finale standen. Beflügelt von dem knappen Ergebnis fasste man sich ein Herz und spielte gegen die Südbayern auf. Ein überraschender Sieg war der Lohn für das couragierte Spiel. Dafür folgte danach gegen die Watchdogs ein ordentliches Brett mit einer haushohen Niederlage. Mit dieser Bürde ging man in das letzte Spiel gegen die Kölsche Täagger, das man knapp verlor. Der undankbare letzte Tabellenplatz blieb am Ende der Gruppenphase übrig, aber grämen brauchen sich die Mainzer dafür nicht.

Für die Kölsche Täagger startete das Turnier gleich mit einem schweren Spiel gegen den Favoriten aus Hanau. Die Watchdogs ließen keine Punkte liegen und bescherten der zweiten Kölner GLL-Mannschaft einen schweren Einstand. Auch gegen Beamforce One reichte es nach einer tollen ersten Hälfte nicht ganz und man verließ mit einer Niederlage die Arena. Knapper ging es schon gegen Stigmata zu, die lediglich mit knapp 70 Punkten Vorsprung gewannen. Im letzten Spiel konnten sich die Kölner mit einem Sieg gegen die Tag Tigers aus ihrem ersten Turnier verabschieden.

Stigmata tat sich im ersten Spiel schwer gegen die Tag Tigers. Mit lauten Trommelschlägen wurde aus der Lobby die Führung verkündet. Trotz des Favoritenstatus konnte man sich gegen die solide verteidigenden Mainzer nicht absetzen und musste ständig um den Sieg bangen. Gegen die Watchdogs gab es im zweiten Spiel nichts zu holen, daher konzentrierte man sich auf das dritte Spiel gegen die Kölner, das die Aschaffenburger wieder gewinnen konnten. Eine Packung gab es im letzten Spiel gegen Beamforce One. Die Hoffnung auf den Viertelfinaleinzug war dahin. Auch eine Chance auf ein Nachrücken währte nur kurz, so dass das Team nach einer langen Gruppenphase glücklos die Heimreise antreten musste.

Können Beamforce One das starke Ergebnis aus der Heimat wiederholen? Jein. Durchwachsen war die Gruppenphase, an deren Ende es doch noch zum Viertelfinaleinzug reichte. Das erste Spiel gegen die Newcomer aus Köln wurde in der zweiten Hälfte erwartungsgemäß gewonnen, darauf erfolgte eine überraschende Niederlage gegen die Newcomer aus Mainz. Die Berg und Talfahrt setzte sich mit einem klaren Sieg gegen Stigmata fort. Die Watchdogs nahmen die Herausforderung für ein Rückspiel in einer ihnen gut bekannten Halle an und revanchierten sich für die Niederlage im Rosenheimer Viertelfinale. Aufgrund des besseren Score reichte es zum zweiten Platz. Trotz Überlegungen, vorzeitig  nach der langen Gruppenphase abzureisen und den langen Heimweg anzutreten, entschloss sich das Team doch noch dazu, im Viertelfinale anzutreten.

Veni, vidi, vici – war das Leitmotiv der Watchdogs in der Gruppenphase. Gegen die vier Teams wurden die verschiedenen Taktiken ausprobiert, die man im Vorfeld trainiert und ausbaldowert hatte. Es klappte alles perfekt; so waren die Hanauer für das Viertelfinale gut gerüstet.

Spiel 01: Watchdogs : KölscheTäagger – 429 : 85
Spiel 02: Stigmata : The Tag Tigers – 282 : 202
Spiel 03: KölscheTäagger : Beamforce One – 218 : 362
Spiel 04: Stigmata : Watchdogs – 51 : 603
Spiel 05: Beamforce One : The Tag Tigers – 200 : 392
Spiel 06: KölscheTäagger : Stigmata – 236 : 300
Spiel 07: Stigmata : Beamforce One – 214 : 470
Spiel 08: Watchdogs : The Tag Tigers – 769 : -87
Spiel 09: Beamforce One : Watchdogs – 257 : 361
Spiel 10: The Tag Tigers : KölscheTäagger – 289 : 329

Platz 1: Watchdogs – 4 Siege – Score: 2162
Platz 2: Beamforce One – 2 Siege – Score: 1289
Platz 3: Stigmata – 2 Siege – Score: 847
Platz 4: KölscheTäagger – 1 Sieg – Score: 868
Platz 5: The Tag Tigers – 1 Sieg – Score: 796


Gruppe D

Sixth Sense – Scorpions – Laserpandas – Mimimi

Was für ein Setting in der Gruppe D. Dank des Freiloses wurden nur vier Teams in die letzte Gruppe gezogen, aber diese hatten es in sich. Alle Mannschaften waren als laufschnelle, konditionsstarke Offensivstrategen in Erscheinung getreten. Gerade diese Ausrichtung kommt der Beschaffenheit der großen Darmstädter Arena entgegen. Daher konnte man gespannt sein, wie welches Team am Ende der Gruppenphase abschneiden würde. Das Freilos hatte allerdings auch seine Schattenseiten, da sich für die vier Teams noch längere Wartezeiten zwischen den Spielen, vor allem für die beiden Tabellenersten bis zum Viertelfinale, ergaben.

Bitterböse erwischte es die Scorpions aus Frankfurt. Es war, als ob das Team um Tobi Spendler mit dem falschen Fuß aufgestanden, einer schwarzen Katze von der falschen Seite über den Weg gelaufen und dann unter einer aufgestellten Leiter hindurchgelaufen sei. Es war, als ob sich einfach Alles gegen die Scorpions verschworen hätte. Das Team haderte mit der Schiedsrichterleistung und mit der Technik. So empfanden sie es ungerecht, dass das Spiel zwischen Ghost und BTB wegen technischen Mängeln abgebrochen und wiederholt wurde, die eigenen Spiele trotz offensichtlicher, nicht selbst verschuldeter Mängel nicht. Daher verließ das Team auch wutentbrannt vor Ablauf der Gruppenphase das Turnier – eine Disqualifikation und Sperre für den 9. GLL Spieltag in Köln war die Folge. Dass die Spiele gegen die Laserpandas und Mimimi verloren gingen, fällt da auch nicht mehr in das Gewicht.

Mit Spannung starteten die Laserpandas in das Turnier. Die weitläufige Halle mit den verschiedenen Laufwegen war für die Hannoveraner wie geschaffen. Ihre überfallartigen Doppelläufe konnten in der Arena gut ausgespielt werden. So konnte das erste Spiel gegen die Scorpions auch deutlich gewonnen werden. Nach einer starken ersten Halbzeit gegen Sixth Sense, brachen die Niedersachsen plötzlich ein und gaben die Partie noch aus der Hand. Auch gegen Mimimi, die in dieser Halle bärenstark waren, gab es nichts zu holen. So blieb am Ende doch nur der undankbare dritte Platz.

Sixth Sense kommen langsam in der GLL an und passen ihre Fähigkeiten an das System von Lasertag Deutschland an. Man merkt, dass sie sich an das schnelle Offensivspiel der Mainzer Hallenkollegen, Team Mimimi, orientieren, dennoch ihren eigenen Stil beibehalten. Das Spiel gegen Mimimi ging auch gleich verloren. Ob es am Respekt lag oder daran, dass die Favoriten das Spiel von Sixth Sense aus dem Trainingseinheiten kannten? Gegen die Laserpandas bewies das Team Mut, Kreativität und Kampfeswillen. Es drehte nach einem klaren Rückstand in der zweiten Hälfte das Spiel und konnte einen Sieg davon tragen. Das Spiel gegen die mittlerweile disqualifizierten Scorpions wurde für Sixth Sense mit einem Durchschnittsscore als Sieg gewertet. Was folgte, war eine ewig lange Zeit zwischen dem zweiten Gruppenspiel und dem ersten Halbfinalspiel, was das Team stoisch ertrug.

Team Mimimi ist immer noch in Darmstadt zu Hause – irgendwie. Man merkte, dass sie heiß auf den Titel in ihrer Ex-Heimat waren und sich dafür taktisch gut aufgestellt hatten. Auch merkte man den Respekt, den Sixth Sense vor dem Team hat, das sie in die GLL geholt hatte. Im ersten Match der Gruppe D blieb Mimimi, mit neuem Logo auf der Brust, Sieger. Im zweiten Spiel fegten die Wahlmainzer die Scorpions vom Platz. Auch das dritte Spiel gegen die Laserpandas ging deutlich für Mimimi aus. Als Tabellenerster zogen die Katzen in das Viertelfinale ein.

Spiel 01: Sixth Sense : Mimimi – 378 : 458
Spiel 02: Scorpions : Laserpandas – 263 : 518
Spiel 03: Laserpandas : Sixth Sense – 417 : 489
Spiel 04: Scorpions : Mimimi – 255 : 615
Spiel 05: Sixth Sense : Scorpions – 434 : 0
Spiel 06: Laserpandas : Mimimi – 245 : 541

Platz 1: Mimimi – 3 Siege – Score: 1614
Platz 2: Sixth Sense – 2 Siege – Score: 1301
Platz 3: Laserpandas – 1 Sieg – Score: 1180
Platz 4: Scorpions – 0 Siege – Score: 518


Am Ende der Gruppenphase passierten noch einige weniger angenehme Dinge. Die Scorpions hatten das Turnier vorzeitig verlassen.  Es gab bei mehreren Mannschaften Ärger über technische Mängel und vermeintlich ungerechte Schiedsrichterentscheidungen. Manche Spieler regten sich darüber auf, dass in der Kleinen Arena von Lasertag Darmstadt normaler Spielbetrieb herrschte. Generell wurde der Spieltag immer länger mit zum Teil viel zu langen Wartezeiten zwischen den Spielen. Das entlud sich dann auch in diversen mehr oder weniger sachlichen, fundierten und gerechtfertigten Beschwerden und einer durchwachsenen Stimmung bei vielen Spielern. Auf die Halle und das Team von Lasertag Darmstadt wurde plötzlich viel projiziert, was generell in der GLL einmal in Ruhe zu diskutieren wäre.

Robert Görner schnappte sich das Hallenmikrofon und hielt vor den versammelten Taggern eine Ansprache über seine Sicht der Dinge. Er teilte mit, dass die Westen vor dem Turnier ordnungsgemäß überprüft wurden und dem GLL-Standard entsprächen. Weiter appellierte er an die Turnierteilnehmer, sich sachlich mit den Gegebenheiten auseinanderzusetzen. Schließlich beruhigten sich die Leute wieder und der Spielbetrieb konnte aufgenommen werden.

Zu einer weiteren kurzen Verzögerung kam es noch, weil sich das Team „Beamforce One“ dazu entschied, trotz Viertelfinalplatz nach der Gruppenphase abzureisen. Es stellte sich die Frage, ob Stigmata als Gruppendritter nachrücken oder Ghost als Viertelfinalgegner der Rosenheimer ein Freilos bekommen würde. Schließlich entschied sich Beamforce doch noch dazu, das Viertelfinale auszutragen.


Viertelfinale

Ghost : Beamforce One – 806 : -202

Sehr souverän und mit einer beinahe beängstigenden Präzision fertigten die Hausherren nach einer schier endlosen Gruppenphase Beamforce One ab. Die sehr einseitige Partie wurde von den Ghosts zelebriert. Die Rosenheimer konnten endlich die Heimreise antreten. Dennoch blieb nach einem langen Tag nur der undankbare Teilnahmepunkt.

Randoms : Sixth Sense – 389 : 349

Einen hart umkämpften, aber trotzdem immer fairen Schlagabtausch lieferten sich die Randoms und Sixth Sense im zweiten Viertelfinalspiel. Dabei trafen auch zwei unterschiedliche Herangehensweisen an das Spielsystem von Lasertag Deutschland aufeinander. Praktizierten die Würzburger eine Mixtur aus bewährtem Snappen, Stellungsspiel und nadelstichartigen Vorstößen, versuchten die Mainzer mit einer Mischung aus Rushs und Auskontern der Würzburger Strategie entgegenzutreten. Dementsprechend flitzten die Runner ständig durch die Defensivreihen des gegnerischen Teams, das Oktagon wechselte ständig den Besitzer und die aufgelösten Verteidigungsreihen wurden technisch versiert zurückerobert. Beide Mannschaften schenkten sich in dem bis zum Zerreißen spannenden Spiel nichts. Zum Abschluss gelang Stefan von den Randoms auf der engen Hallenseite ein perfekter Run mit sechs Hits. Damit drehte er das Spiel in letzter Sekunde. Chapeau, Sixth Sense – ihr seid oben in der GLL angekommen! 

Watchdogs : Bananas – 216 : 136

Ziemlich ausgeglichen war die Partie zwischen den Watchdogs und Bananas. Beide Mannschaften sind taktisch und technisch versiert. Beide Mannschaften können in der Offensive Punkte machen, aber auch in der Defensive den Druck eines starken gegnerischen Teams aushalten. 100 zu 100 war der Halbzeitstand eines durchweg spannenden Spieles. In der zweiten Hälfte bewiesen die Hanauer ein glücklicheres Händchen und zogen mit einem knappen Vorsprung in das Halbfinale ein.

Mimimi – Most Wanted Targets – 505 : 65

Mimimi hatte viel vor in der ehemaligen Heimat. Die große Arena hatte lange Zeit das Spiel der Wahlmainzer geprägt. Das weitläufige Areal fördert ihre offensive Spielweise mit schnellen Sprints und Markierungen aus dem Rückraum des gegnerischen Teams. Dementsprechend brach Mimimi wie ein heftiges Gewitter über MWT herein und fuhr einen ungefährdeten Sieg in. Die Kölner hatten ihr erstes Viertelfinale erreicht und konnten Stolz auf ihre Leistung sein.


Halbfinale

Ghost – Randoms – 530 : 146

Zu einer schweißtreibende Partie wurde das erste Halbfinale zwischen Ghost und Randoms. Den Darmstädtern merkte man die körperliche Fitness und Ausdauer an, da sie nach einem langen Spieltag zu später Stunde immer noch wie die Derwische durch die Halle fegten und trotzdem noch eine eiskalte Präzision bewiesen. Die Runner legten in der Arena ihre Kilometer zurück und die Snapper verteidigten ihre Plätze. Den Randoms blieb von Anfang an nicht viel übrig, als sich dem geballten Ansturm der Ghosts entgegenzustemmen. Doch die Kenntnis der Laufwege und aller Ecken, von denen man Snapper hinter hohen und niedrigen Hindernissen herausholen konnte, verhalf den Hausherren am Ende zu einem deutlichen Sieg.

Watchdogs – Mimimi – 356 : 420

Watchdogs gegen Mimimi ist in der GLL ein Evergreen. Beide Mannschaften begegneten sich im zweiten Halbfinalspiel auf Augenhöhe. Sie lieferten sich ein packendes Duell und kämpften um jeden Punkt. Am Ende konnte Mimimi in das Finale einziehen und sich den ehemaligen Hauskonkurrenten aus Darmstadt stellen.


Spiel um Platz 3

Randoms – Watchdogs - -16 : 439

Gegen die Randoms brachen die Watchdogs ihren Fluch des vierten Platzes. Dazu hatten sie sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. In der ersten Halbzeit spielten sie eine gekonnte Mixtur aus langsamen Verschieben auf den beiden Außenseiten und permanent harten Druck auf das Oktagon. Mit schnellen Tempovorstößen wurde immer wieder die Verteidigungslinie der Würzburger durchbrochen und Chaos gestiftet. Mit einem komfortablen Vorsprung in der Tasche wechselten sie in der zweiten Hälfte die Taktik und verschanzten sich hinter den letzten Hindernissen vor der eigenen Basis. Die versierten Snapper ließen den Würzburgern, die alles versuchten, nicht den Hauch einer Chance und bauten den Vorsprung noch einmal deutlich aus. Die Taktik ging auf und der erste 3. Platz in der GLL-Geschichte war gesichert.


Finale

Ghost – Mimimi – 849 : 537

Sollte es in Darmstadt wieder eines dieser einseitigen Finalspiele geben, in dem sehr schnell klar wird, wer am Ende oben auf dem Siegertreppchen steht? Nein, diesmal nicht! Beide Teams waren als Favoriten in die Arena gekommen. Beide Teams kannten die Halle und ihre Besonderheiten. Beide Teams hatten in Darmstadt schon monatelang intensiv trainiert – und beide Teams kannten sich und ihre Strategien. Beide Teams können ihre Taktiken ändern, sind stark in der Offensive und Defensive – haben ausgezeichnete Runner und gute Snapper. Dementsprechend intensiv ging es in den vier Vierteln à 6 Minuten in der Halle zur Sache. Die Mannschaften schenkten sich nichts. Auch wenn Ghost nach der Hälfte mit ca. 200 Punkten in Führung lag, ließ sich Mimimi nicht beeindrucken und hielt mit voller Kraft dagegen. Man spürte, dass sie den Pott mit nach Mainz nehmen wollten, aber genauso merkte man, dass die Ghosts ihn nicht aus der Hand geben wollten. Nach vier langen Vierteln kam Ghost als strahlender Sieger aus der Halle und ließ sich von seiner Fangemeinde gebührend feiern. Ein langer und anstrengender Spieltag hatte seinen Höhepunkt gefunden.


Der 8. Spieltag der German Lasertag League hatte seine Licht- und Schattenseiten. Es war beeindrucken mitzuerleben, zu welcher Größe die erste deutsche Lasertag Liga gewachsen war. 19 Mannschaften waren gekommen, um an dem Spieltag teilzunehmen. Das hatte viele Spiele und dementsprechend lange Wartezeiten zur Folge.

Die Stimmung schwankte von anfänglicher Euphorie und dem Anfeuern befreundeter Mannschaften bis hin zu Frust und Langeweile. Die technischen Probleme und manch mangelnde Transparenz vermiesten einigen Spielern die Laune und sorgte für Demotivation.

Vielleicht wird es an der Zeit, eine übergeordnete Spielleitung zu installieren, die nicht als Schiedsrichter in der Arena eingesetzt ist, sondern immer ein offenes Ohr für die Spieler und ein offenes Auge auf das Spielgeschehen hat. So können technische Mängel schneller erkannt und ein Eingriff in eine laufende Partie kann in Ruhe von außerhalb des eigentlichen Spielbetriebes geprüft werden. Das war keine Kritik an die Schiedsrichter, die an einem langen Tag eine hervorragende Leistung gebracht haben. Ihnen gebührt ein besonderes Lob für ihre Ruhe und Gelassenheit. Doch Alles kann das Team um Aki Hanstein bei einem Turnier in dieser Größenordnung nicht mehr leisten.

Glückwunsch an die Sieger der 8. GLL-Spieltages, den Ghosts. Und Glückwünsche an die Mimimis, Watchdogs und den Randoms für das Erreichen der Folgeplätze.


Ich freue mich schon auf den 9. GLL-Spieltag in Köln


Euer René


Die Tabelle nach dem 8. GLL Spieltag:

01: Bad Tag Bro´s – 36 Punkte – Score: 21936
02: Ghost – 29 Punkte – Score: 19822
03: Watchdogs – 25 Punkte – Score: 22693
04: Randoms – 19 Punkte – Score: 15813
05: Mimimi – 18 Punkte – Score: 15799
06: Shadows – 13 Punkte – Score 13854
07: Beamforce One – 12 Punkte – Score 7952
08: Bananas - 9 Punkte – Score: 8408
09: Ray Tracers – 8 Punkte – Score: 9727
10: Beamforce Two – 7 Punkte – Score: 5120
11: Most Wanted Targets – 7 Punkte – Score: 3626
12: Stigmata – 6 Punkte – Score: 3519
13: Red Arrows – 5 Punkte – Score: 6792
14: Laserpandas – 5 Punkte – Score: 5707
15: Scorpions – 4 Punkte – Score: 2157
16: Sixth Sense – 3 Punkte – Score: 3622
17: Cardinals - 3 Punkte – Score: -325
18: Angels of Darkness – 2 Punkte – Score: 1096
19: Wild Beasts – 2 Punkte – Score: -658
20: Kölsche Täagger – 1 Punkt – Score: 868
21: The Tag Tigers – 1 Punkt – Score: 769


Die Tag Tigers belegen nach der ersten GLL-Teilnahme den letzten Platz in der 21-Mannschaften langen Tabelle. Doch der Einstand in Darmstadt verlief mit einem Sieg gegen Beamforce One recht ordentlich. Außerdem hat das Team in Mainz mit Mimimi und Sixth Sense zwei starke Mannschaften, mit und gegen die sie trainieren können. Somit dürfte spätestens in der kommenden Saison ein höherer Rang zu erwarten sein.

Auch das zweite Team aus Köln, die Kösche Täagger, haben ihr Debut mit einem Sieg gestartet. Auf Grund des besseren Scores belegt das Team den 20. Tabellenplatz.

Nach der zweiten Turnierteilnahme können die Wild Beasts zwar keinen Tabellenplatz gutmachen. Das erste und einzige reine Damenteam in der GLL hält aber nicht mehr die rote Laterne in den Händen. Abgesehen davon hat das Team bei dem Turnier eine solide Leistung gezeigt und konnte einige Scorepunkte gutmachen. Durch die Teilnahme an der regionalen Liga können die Spielerinnen viel Praxis für kommende Turniere gewinnen. Sie haben gezeigt, dass sie in der GLL mit den anderen Teams mithalten und wir noch einiges von ihnen erwarten dürfen.

Die Angels of Darkness haben in ihrem zweiten Turnier einen kleinen Rückschlag erhalten. Nur ein Sieg gegen die Wild Beasts bleibt unterm Strich übrig. Vor den Würzburgern liegt noch viel Arbeit für die kommende Saison, um sich in der GLL nach oben zu orientieren. Nun heißt es, Erfahrung zu sammeln und diese in die entsprechenden Taktiken umzusetzen.

Auch vor den Cardinals liegt noch ein langer Weg, um sich in der Tabellenmitte etablieren zu können. Ein Anfang ist gemacht. Nun muss eine Konsolidierung mit einem festen Spielerstamm, einem Trainingsplan und regelmäßiger Spielpraxis folgen. Dann führt der Weg auch weiter nach oben.

Der 16. Tabellenplatz entspricht nicht der aktuellen Leistung von Sixth Sense aus Mainz und ist eher dem Umstand geschuldet, dass man recht spät in die GLL gestartet ist. Das Team spielt beherzt auf, ist technisch und taktisch versiert und kann sich sehr gut auf gegnerische Strategien einstellen. Hier merkt man die Erfahrung, die das Team und die einzelnen Spieler in einem anderen Lasertag-System in Mainz gesammelt hat. Zum Durchbruch fehlt noch der Sprung unter die letzten Vier, der in Darmstadt beinahe geklappt hätte. Weiterhin sollte eine Emanzipation von Team Mimimi erfolgen, um in der Liga zukünftig ganz nach oben zu kommen.

Mit dem 8. GLL-Spieltag haben sich die Scorpions keinen gefallen getan. Der vorzeitige Turnierabbruch führte im Team und außerhalb zu einigem Frust. Die Sperre in Köln ist unnötig und nicht produktiv. Auch wenn der Ärger über diverse Mängel berechtigt sein mag, war ihr Weg für die aktuelle Situation in der GLL sehr kurzfristig gedacht. Mit der Aktion schadete das Team sich leider am meisten selbst.

Pech hatten die Laserpandas, dass sie das entscheidende Spiel gegen Sixth Sense noch aus der Hand gegeben haben. Vielleicht wäre an diesem Spieltag dann sogar mehr als der Teilnahmepunkt drin gewesen. So verbleiben die Hannoveraner auf dem 14. Tabellenplatz mit 5 Punkten. Wenn sie alle Turniere angefahren wären, ständen sie auch von der Leistung her zu Recht weiter oben.

Die Red Arrows traten in Darmstadt nicht an und rutschten daher in der Tabelle einen Platz nach unten.

Das konnte Stigmata ausnutzen und einen Platz nach oben klettern. Beinahe hätte es erneut zu einer Viertelfinalteilnahme gereicht. Dem Team aus Aschaffenburg gelingt es immer mehr, sich neben den technischen Möglichkeiten auch taktisch weiterzuentwickeln. Sie belegen einen verdienten Platz in der Tabellenmitte.

Auch Most Wanted Target aus Köln entwickelt sich stetig weiter und hat sich vom Können her deutlich vom Tabellenkeller abgesetzt. Es wird spannend, wie das Team in der kommenden Saison abschneidet und ob sie ihren Heimvorteil im nächsten Turnier nutzen können.

Beamforce Two konnte ihren 10. Tabellenplatz halten.

Die Ray Tracers schafften es zu Hause nicht, den 8. Platz zurückzuerobern. Allerdings gelang ihnen ein verdienter Sieg gegen die Bad Tag Bro´s, was auch nicht alltäglich ist. Das Team hat noch einige Gelegenheiten, ein Halbfinale zu erreichen. Es dürfte aber schwer werden, sich für die 1. Liga zu qualifizieren.

Der 8. Spieltag brachte den Bananas nur einen Punkt, doch konnte der 8. Tabellenplatz gehalten werden. Das Zittern wird weitergehen, wie sich die Ray Tracers in den kommenden Turnieren schlagen werden. Der Vorsprung ist recht dünn, die Darmstädter haben den höheren Score. Doch die Rosenheimer sind motiviert und freuen sich schon auf den nächsten Halbfinaleinzug.

Beamforce One hat dank dem 2. Platz in Rosenheim Luft nach unten. In Darmstadt konnte sich die Leistung sehen lassen. Der Einzug in das Viertelfinale war verdient, mehr war diesmal aber nicht drin. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann das Team ab Oktober für die 1. Liga planen.

Das Turnier verlief für die Shadows nicht gerade optimal. Da aber die direkte Konkurrenz nach unten auch nicht punktete, konnten die Aschaffenburger ihren Tabellenplatz behaupten. Nach oben wird der Abstand wieder größer, so dass bald wieder ein Halbfinalplatz anzustreben ist.

Mimimi konnte mit dem zweiten Platz in Darmstadt auf die Randoms aufschließen. Nun wird es spannend, ob die Mainzer die Würzburger bis zum Saisonende noch überholen.

Die Randoms haben den Angriff von Mimimi auf den 4. Tabellenplatz noch einmal abgewehrt. Die 1. Liga dürfte gesichert sein. Mit der Tabellenspitze haben die Würzburger jedoch nichts mehr zu tun, mit der 2. Liga in der kommenden Saison auch nicht. Sie können dem Rest der Saison eigentlich entspannt entgegen sehen.

Die Watchdogs verloren in der Tabelle einen Platz. Vier Punkte fehlen zu den besser platzierten Darmstädtern, 11 zum Tabellenprimus.

Die Ghosts blasen zum Schlussspurt. Durch den Turniersieg zu Hause konnten sie gegen die Hanauer den 2. Tabellenplatz zurückerobern und können den Blick in Richtung Tabellenspitze richten. Zu Hause ist endlich der erste Sieg gegen BTB gelungen. Das könnte einen Knoten zum Platzen gebracht haben. Vielleicht ist es möglich in den verbleibenden Turnieren an den Rosenheimern vorbeizuziehen.

Die Hallen der Rhein-Main-Region liegen BTB – wenn man mal von Frankfurt absieht – nur bedingt. Nach Aschaffenburg und Hanau erfolgte erneut ein vorzeitiges Ausscheiden. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Ghosts ist auf 7 Punkte zusammengeschrumpft. Das reicht sicher noch für Köln, macht aber die Tabelle wieder spannend.